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AsJ: „Brauchen wir ein neues Strafzumessungsrecht?“ Ref.: Thomas Grosse-Wilde

Termin

Datum:
26. März
Zeit:
18:00

Veranstaltungsort

*hirschchen
Alt Pempelfort 2
40211 Düsseldorf
Nordrhein-WestfalenDeutschland

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In seiner Strafrechtsabteilung wird sich der 72. DJT im September 2018 in Leipzig mit dem Thema: „Brauchen wir ein neues Strafzumessungsrecht?“ befassen. Seit Ewigkeiten wird der  richterlichen Strafzumessung zum guten Teil Willkür, Laune, Zufall vorgeworfen. Der bekannte Kölner Strafverteidiger Prof. Dr. Michael Tsambikakis schreibt hierzu treffend in der Zeitschrift Praxis Steuerstrafrecht 2009, S. 1 (2): „Worüber man nicht streiten kann, das ist die Existenz einer kunterbunten Strafzumessungsgeographie – und zwar nicht nur bundesweit, sondern auch landesweit, landstrichweit und bisweilen sogar innerhalb eines Gerichtsflurs. Jeder Strafverteidiger weiß allzu gut, dass bereits der Anfangsbuchstabe des Nachnamens seines Mandanten die Weiche für eine Freiheitsstrafe oder eine Einstellung nach § 153a StPO stellen kann. Das ist ein praktisches Problem, über das zu selten öffentlich gesprochen wird.“

Dr. Thomas Grosse-Wilde hat zum deutschen Strafzumessungsrecht eine preisgekrönte, mehr als 600seitige Dissertation verfasst und für verschiedene Kanzleien Strafmaßrevisionen wissenschaftlich unterstützt. Er habilitiert am Strafrechtlichen Institut der Universität Bonn und ist Mitglied der „Zukunftsfakultät“ des Forschungsverbundes „Recht im Kontext“ am Wissenschaftskolleg Berlin. Anhand einiger spektakulärer Strafmaßentscheidungen, u.a. zum Fall Uli Hoeneß, zum Fall des „Geheimagenten“ Werner Mauss und zum Fall des Starchirurgen Professor Christoph Broelsch zeigt er Defizite des gegenwärtigen deutschen Strafzumessungsrechts auf. Schließlich skizziert und bewertet er die Möglichkeiten, wie man zu mehr Gleichheit, Vorhersehbarkeit und Gerechtigkeit bei Strafmaßentscheidungen im Erwachsenenstrafrecht gelangen kann.

Montag, 26. März 2018 , 18.00 Uhr
in der Gaststätte „*hirschchen“,
Alt Pempelfort 2, 40211 Düsseldorf, Nähe Schloß Jägerhof
Rheinbahnlinien: 707, 722, 752 und 754 Haltestelle Schloß Jägerhof
704, 721 und 722/ Haltestelle Adlerstraße

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, an dieser gemeinsamen öffentlichen Veranstaltung der AsJ Düsseldorf • Mettmann • Neuss und des AsJ Landesverbandes NRW teilzunehmen.

Einladung als PDF