Nachbarschaft und Ehrenamt stärken: SPD fordert Kultur- und Bürgerhäuser als Begegnungsorte in den Stadtteilen

„Wir wollen die Kultur in die Stadtteile bringen und dort auch Raum für Ehrenamt, Initiativen, Freizeit und Vereine anbieten.  Mit einem Antrag in der nächsten Ratssitzung soll die Verwaltung beauftragt werden, Grundlagen zu erarbeiten und erste konkrete Schritte bereits auf den Weg zu bringen. Wir freuen uns, wenn uns die anderen Fraktionen unterstützen und wir damit eine schnelle Umsetzung erreichen“, erklärt Markus Raub, Co-Vorsitzender und kulturpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion.

Ziel der SPD ist es über zwei weitere städtische Kulturhäuser, die ähnlich dem bekannten ZAKK in Flingern und dem Kulturhaus Süd in Garath funktionieren, die Kultur in den Stadtteilen zu stärken und der freien Szene Auftrittsmöglichkeiten zu geben. Potenzielle Standorte könnten hier das bisherige Junge Schauspiel in Mörsenbroich oder das bisherige FFT in Friedrichstadt sein.

 

Das Bürgerhaus in Bilk wird über die Grenzen des Stadtbezirks hinaus genutzt und zeigt, wie groß der Bedarf nach einem solchen Raumangebot ist. Ein Saal für größere Versammlungen und kleinere Auftritte, sowie weitere Räume für Workshops oder Feiern braucht es aus Sicht der SPD mindestens in jedem Stadtbezirk. „Zunächst brauchen wir einen Überblick über die Angebote, die es in den Stadtbezirken schon gibt. Auf dieser Basis sollen dann auch die Bedarfe für die Zukunft ermittelt werden“, ergänzt Dr. Sabrina Proschmann, Co-Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion. „Konkret können wir uns zum Beispiel vorstellen, dass im Luisengymnasium oder auch im Zentrum von Unterrath Bürgerhäuser entstehen. In der Stadtmitte wird bald das historische Schulgebäude frei und durch den Umzug des Unterrather Schwimmbades entsteht eine Chance für eine Stärkung des Stadtteilzentrums.“

 

Über kleinere Nachbarschaftszentren sollen Orte der Teilhabe und Mitgestaltung für eine lebendige Nachbarschaft entstehen, die den sozialen Zusammenhalt und die Verbindungen vor Ort weiter stärken und unterstützen. Hier reichen oftmals schon kleinere Räume mit Küche für Nachbarschaftsfeste, Geburtstagsfeiern oder kleine Kursangebote. „Insbesondere bei Neubauprojekten mit mehr als 50 Wohnungen sollen solche Angebote Standard werden“, fordert Proschmann.

 

Wichtig ist für die SPD-Ratsfraktion, dass sowohl bereits bestehende Strukturen wie die Stadtteilbibliotheken eingebunden, als auch bestehende Gebäude im Sinne von Kultur- und Bürgerhäusern umgenutzt werden können.

 

„Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass lokale Akteurinnen und Akteure in den Stadtteilen in dem Prozess beteiligt werden. Wir wollen bereits bestehende Strukturen stärken und Synergien schaffen“, erklärt Raub.

 

Behandelt wird der Antrag am 7. September im Stadtrat. Markus Raub freut sich auf die politische Debatte: „Die Subkultur und das Ehrenamt machen Düsseldorf zur lebens- und liebenswerten Metropole und machen vieles in dieser Stadt erst möglich. Diese möchten wir weiter ausbauen und unterstützen.“

 

Unseren Antrag finden Sie unter folgendem Link:
https://www.spd-duesseldorf.de/wp-content/uploads/sites/198/2023/08/2023_09_07_SPD_Antrag_Kultur_B__rgerInnenh__user.pdf