Ohne Beschäftigte kein Geschäft!

Ohne Euch kein Geschäft! Ohne Beschäftigte im Einzelhandel sind wir alle aufgeschmissen, das hat uns Corona richtig klar gemacht. Unbezahlbares Personal, haben wir alle gesagt. Die Arbeitgeber leider nur bis zum Beginn der diesjährigen Tarifverhandlungen über Lohnerhöhungen!

Zanda Martens auf der Demo vonVer.di
Ohne Euch kein Geschäft! Ohne Beschäftigte im Einzelhandel sind wir alle aufgeschmissen, das hat uns Corona richtig klar gemacht. Unbezahlbares Personal, haben wir alle gesagt. Die Arbeitgeber leider nur bis zum Beginn der diesjährigen Tarifverhandlungen über Lohnerhöhungen!
Ob Industrie oder Dienstleistungen, die Taktik der Arbeitgeber in Tarifrunden ist immer gleich! Verzögern, Spalten, Gegeneinanderausspielen, den einen etwas freiwillig geben, die anderen am langen Arm verhungern lassen. Alles, um die Kampfbereitschaft der Beschäftigten und ihrer Gewerkschaften zu schwächen.
Im Einzelhandel weigerten sich die Arbeitgeber, in vier Verhandlungsrunden ein Angebot vorzulegen, worüber man ernsthaft verhandeln könnte. Stattdessen will man Beschäftigte in mehrere Klassen spalten – die einen bekommen irgendwann eine Kleinigkeit, die anderen vielleicht irgendwann später. All dies entscheidet allein … der Arbeitgeber.
Darauf lassen sich die Beschäftigten nicht ein! Sie lassen sich nicht spalten und für dumm verkaufen. Wenn die Arbeitgeber darauf spekulieren, dass die Beschäftigten jetzt entspannt in den Urlaub gehen und dabei die Tarifrunde vergessen, haben sie sich getäuscht. Mal abgesehen davon, dass bei vielen nach monatelanger Kurzarbeit die Urlaubskasse nicht gerade voll ist… rund 100 Beschäftigte folgten heute der Einladung von ver.di Bezirk Düssel-Rhein-Wupper zur gemeinsamen Demo in bester Innenstadtlage in Düsseldorf. So haben nicht nur die Arbeitgeber eine gelbe Karte für die Zeitverzögerung erhalten, sondern auch die Kundinnen und Kunden haben mitbekommen, unter welchen Bedingungen die Menschen in ihren Lieblingsshops arbeiten.
Als Politik sind wir in der Pflicht, uns nicht nur mit dem Hinweis auf Gewerkschaften und Tarifverträgen herauszureden. Wir müssen die gesetzlichen Rahmenbedingungen an vielen Stellen verbessern, damit die gut organisierten Belegschaften in der Lage sind, gute Tarifverträge zu erkämpfen. Befristungen und Leiharbeit sind nur zwei Baustellen im Bundestag.
Die SPD Düsseldorf ist solidarisch mit den Beschäftigten und Gewerkschaften. Zanda Martens, stellvertretende Vorsitzende der SPD Düsseldorf hat heute als Gewerkschafterin und SPD Politikerin die Beschäftigten unterstützt und betont, wie gut es der großen Mehrheit aller Beschäftigten in diesem Land täte, wenn möglichst viel vom SPD Programm verwirklicht würde. Dafür aber brauchen auch wir die Kraft! Genauso wie Gewerkschaften, brauchen auch wir Mitglieder und Wahlstimmen. Gemeinsam haben wir die Power!