SPD Düsseldorf legt Analyse zur Kommunalwahl vor – Verkehrspolitik war wahlentscheidend, digitale Medien immer wichtiger

Wahlanalyse_Kommunalwahl_2020

Die Düsseldorfer SPD setzt sich mit ihrem enttäuschenden Abschneiden bei der Kommunalwahl im September auseinander. Am Mittwoch wurden die Ergebnisse einer Befragung zur Wahlentscheidung der Düsseldorfer*innen durch Ralf Spiller, Professor an der Kölner Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation, vorgestellt.

Die Analyse zur Kommunalwahl 2020 wurde mithilfe einer zehnköpfigen Kommission erstellt und bestätigt den Eindruck, dass die Verkehrspolitik das entscheidende Thema bei der Wahl von Oberbürgermeister und Stadtrat war. Annika Maus, stellvertretende Vorsitzende der SPD Düsseldorf, stellt fest: „Bei der Verkehrswende geht es uns darum, sichere und bequeme Mobilität zu Fuß, mit Fahrrad, Bus und Bahn möglich zu machen. Das wird nicht gehen, ohne den Straßenraum neu aufzuteilen. Die Umweltspur wurde aber als einseitiges Gängeln von Autofahrer*innen wahrgenommen. Die Verkehrswende braucht Lösungen, deren Vorteile am Ende breit überzeugen”.

Deutlich zeigt die Umfrage auch, dass der Straßenwahlkampf mit Plakaten und Infotisch immer mehr an Bedeutung verliert. Die Mehrzahl der Befragten gab an, sich online über die Kommunalwahl informiert zu haben. Astrid Bönemann, die den Online-Wahlkampf der SPD verantwortete, erläutert dazu: „Die Menschen wählen nicht danach, wer die meisten Kugelschreiber verteilt oder das schönste Plakat hat. Wir müssen unsere Arbeit in den digitalen Medien weiter ausbauen und professionalisieren. Dabei werden wir auch die Zusammenarbeit von Partei und Ratsfraktion intensivieren”.

Um die richtigen Lehren aus der Wahlanalyse zu ziehen, plant die Düsseldorfer SPD nun als Auftakt eine Workshopreihe. Dabei soll im weiteren Prozess auch die Expertise der breiten Parteibasis einbezogen werden, stellte Annika Maus in Aussicht. Sie kandidiert Anfang nächsten Jahres gemeinsam mit Oliver Schreiber für den künftigen Parteivorsitz.