ENDE DES SOZIALEN WOHNUNGSBAUS?

Mit der Verwaltungsvorlage zur Schaffung von Eigentumswohnungen für Menschen mit systemrelevanten Berufen an der Bertastraße in Gerresheim hat die neue Mehrheit im Stadtrat wohnungspolitische Weichen gestellt.

„Ich bin äußerst besorgt“, so fasst die wohnungspolitische Sprecherin der SPD/Volt-Ratsfraktion Julia Uhlig ihre erste Sitzung des Wohnungsausschusses (AWM) vom vergangen Montag zusammen. „Die Verwaltungsvorlage ist gut gemeint, aber zielt an den Bedürfnissen der Düsseldorfer*innen total vorbei und auch an der Realität des Düsseldorfer Wohnungsmarktes. Wir setzen uns dafür ein, dass Menschen in systemrelevanten Berufen in Düsseldorf wohnen können. Nur reicht deren Verdienst nicht aus, um Eigentum zu erwerben, auch nicht zu verbilligten Quadratmeterpreisen! Mit unserem Änderungsantrag im AWM 100% sozial geförderten Wohnungsbau zu schaffen haben wir versucht, korrigierend einzugreifen, leider haben CDU und GRÜNE den Antrag nicht unterstützt“, erinnert sich Julia Uhlig (SPD/Volt).

„Unseren Ansatz halten wir weiterhin für den Richtigen, weswegen wir im heutigen Planungsausschuss (APS) erneut einen Antrag gestellt haben. Dieser sieht vor, die Qualität des Nutzungskonzepts und der Wohnungsgrundrisse höher zu gewichten. Insbesondere das von der Verwaltung geforderte energetische und ökologische Konzept, hier vor allem das Cradle-to-Cradle-Prinzip, sollte auch einen höheren Stellenwert bekommen. Leider fanden unsere Ideen für sozial geförderten Wohnungsbau mit einer höheren Gewichtung des ökologischen Konzeptes bei CDU und Grünen keine Mehrheit“, berichtet Markus Raub, stellvertretender Ausschussvorsitzende und planungspolitische Sprecher der SPD/Volt-Ratsfraktion von der Abstimmung. „Das sind wohl die neuen Zeiten im Rathaus in Düsseldorf.“, stellt Markus Raub abschließend fest.

Die SPD/Volt-Ratsfraktion wird sich auch in Zukunft für sozial geförderten Wohnungsbau für alle Düsseldorfer*innen, nicht nur in systemrelevanten Berufen, im Rathaus einsetzen.