Düsseldorf braucht eine moderne Verkehrspolitik, nicht die Rezepte von gestern: Überlegungen zum neuen Verkehrsdezernat

„Eine Verkehrspolitik, die das Auto weiterhin zum Maß aller Dinge macht, ist von gestern. Eine Aussage wie ‚Der Verkehr muss fließen‘ klingt banal, meint aber tatsächlich Vorrang für das Auto und bringt nur noch mehr Autos, Lärm und Abgase in die Stadt. Die anderen Verkehrsteilnehmer, also Radfahrer*innen, Fußgänger*innen und insbesondere die vielen Nutzer*innen von Bus und Bahn ziehen den Kürzeren. Das ist der falsche Weg“, sagt Oberbürgermeister Geisel.

„Wir müssen auf effiziente Verkehrsträger wie Bus, Bahn und Fahrrad setzen. Man sollte auch zur Kenntnis nehmen, dass viele Menschen in der Stadt das schon längst machen. Die Zahl der Radfahrer hat zum Beispiel deutlich zugelegt. Wir brauchen eine moderne, zukunftsfähige Verkehrspolitik, die gleichzeitig auch dem Klimaschutz dient und sich am Vorbild anderer Städte, wie Kopenhagen. Amsterdam oder Helsinki orientiert.“

Geisel verweist dabei auf die Ausschreibung für eine/n neue/n Beigeordnete/n für Verkehr. „Die Aufgabe, moderne Mobilität für die nächsten Jahrzehnte zu organisieren, ist eine der zentralen Herausforderungen. An dieser Stelle kann ich mir auch sehr gut eine grüne Verkehrsdezernentin vorstellen. Die technokratische Vorstellung, diese Aufgabe in einem Multi-Zuständigkeits-Dezernat unterzubringen, zeigt hingegen nur, dass man nicht verstanden hat, wie groß die Aufgabe ist und worum es geht.“