Moderne Clearingstelle für Düsseldorfer Frauenhäuser

In der heutigen Sitzung hat der Gleichstellungsausschuss auf Initiative des Ampelbündnisses aus SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP beschlossen, dass der Rat der Landeshauptstadt die Verwaltung beauftragt, ein Konzept für eine Clearingstelle zur Akutaufnahme von gewaltbetroffenen Frauen und ihren Kindern zu erarbeiten sowie den Bedarf an weiteren Frauenhausplätzen zu prüfen.

Claudia Bednarski, Vorsitzende des Gleichstellungsausschusses, ist erleichtert: „Ich freue mich, dass dieses Projekt nun ins Rollen kommt. Nach einer Fachtagung im November, bei der die Sofortaufnahmen- und Servicestellen der Stadt Hamburg und der Region Hannover vorgestellt wurden, war uns schnell klar, dass das Modell einer Clearingstelle auch in Düsseldorf zur wesentlichen Verbesserung der Aufnahmesituation und zur Entlastung in den Frauenhäusern beitragen wird.“

„In den Düsseldorfer Frauenhäusern müssen immer wieder Frauen abgewiesen werden. Dies ist insbesondere nach Inkrafttreten der sogenannten Istanbul-Konvention nicht dauerhaft hinnehmbar. Mit der Schaffung einer Clearingstelle können sich Frauenhäuser überregional abstimmen und ein angepasstes Angebot für die Bedürfnisse der Frauen bereitstellen“, ergänzt Bergit Fleckner-Olbermann (SPD).

Die Akutaufnahmestelle soll von Gewalt betroffenen Frauen für die ersten Tage Schutz gewähren und ihnen gleichzeitig durch Beratung beim weiteren Ablauf der Unterbringung behilflich sein. Angela Hebeler (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) betont, dass durch die einschränkenden Maßnahmen in der Pandemie-Zeit häusliche Gewalt ansteigen kann, wie es in anderen Ländern wie z.B. China und Italien nachweisbar der Fall ist: „Deshalb ist die Einrichtung einer Akutaufnahme dringend geboten und die kurzfristige Zurverfügungstellung zusätzlicher Plätze ein wichtiger erster Schritt.“ „Wir begrüßen die derzeitigen Maßnahmen der Verwaltung, wodurch zum Beispiel das Angebot der Frauenschlafstelle „Ariadne“ kurzfristig um 24 Plätze erweitert werden konnte. Wir fordern zusätzlich zu einer Clearingstelle den Bedarf an Frauenhausplätzen in Düsseldorf zu prüfen.“, so Dr. Christine Rachner (FDP) abschließend.