Gesamtschulen sind ein Erfolgsmodell: SPD will schnell weitere Standorte in Düsseldorf entwickeln 

In dieser Woche verschicken die Schulen die Absagen an die Familien, deren Kinder nach den Sommerferien keinen Platz an ihrer Wunschschule bekommen. Mit der unerfreulichen Post müssen insbesondere die Eltern rechnen, die ihr Kind an einer Gesamtschule anmelden wollen.

Ratsherr Oliver Schreiber, schulpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion, kann sich damit nicht abfinden: „Immer mehr Eltern wollen das gemeinsame Lernen für ihre Kinder. Durch die beiden neuen Gesamtschulen in Garath und Flingern Nord können wir das heute rund 1.000 Schüler*innen mehr ermöglichen. Am Ziel sind wir aber längst nicht. Wir wollen, dass alle Kinder in Düsseldorf einen Platz an der gewünschten Schulform bekommen. Dafür müssen die zusätzlichen Gesamtschulen, die bereits politisch verabredet sind, jetzt schnellstmöglich gebaut werden. Wo immer im Düsseldorfer Norden und im Linksrheinischen aktuell größere Flächen entwickelt werden, gehört dort auch der Neubau einer Gesamtschule auf die Tagesordnung.“

Aktuellen Angaben der Landeregierung zufolge, fehlen landesweit mehr als 9.000 Plätze an Gesamtschulen. Auch in Düsseldorf wurde das gemeinsame Lernen bis 2014 von der damaligen Ratsmehrheit aus CDU und FDP blockiert. Erst die Ampel hat die Kapazitäten im Gesamtschulbereich deutlich erweitert. Die Sekundarschule Lindenstraße wurde in eine vierzügige Gesamtschule gewandelt. Am Standort Stettiner Straße wurde eine sechste Gesamtschule gegründet. Im nächsten Schuljahr werden dadurch voraussichtlich 5.500 Schüler*innen in der Landeshauptstadt eine Gesamtschule besuchen (ca. 20 % mehr als in 2013/2014).