Pressemitteilung:

  • 18. Mai 2011

SPD fordert Konzept zur Personalgewinnung in Mangelberufen

Auch in Düsseldorf ist der bundwesweite Bewerbermangel in bestimmten Berufsfeldern inzwischen deutlich spürbar. Das gilt vor allem für technische, erzieherische und medizinische Berufe wie z.B. Ingenieure, Erzieherinnen in Kitas oder Pfleger. Für Düsseldorf kommt erschwerend hinzu, dass hier die Lebenshaltungskosten vergleichsweise hoch sind. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in diesen mittleren und unteren Einkommensgruppen überlegen sich daher zweimal, ob sie sich das Leben in der teuren Stadt Düsseldorf leisten können oder lieber in Gemeinden mit niedrigeren Lebenshaltungskosten arbeiten.

„Der Bewerbermangel führt mittelfristig zu Lücken in den Angeboten der Stadtverwaltung und Überlastungen bei der vorhandenen Belegschaft.“, erklärt Dirk Jehle, Sprecher der städtischen Betriebsgruppe der SPD. „Schon heute sind hiervon z.B. Ganztagsschulen, Kindergärten oder Kontrollen im Verbraucherschutz betroffen. Die Stadt muss dringend gegensteuern.“

„Düsseldorf braucht ein strategisches Konzept zur Gewinnung von neuem Personal einerseits und zur Bindung und Entwicklung der vorhandenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter andererseits. Das erfordert auch eine effektive, vorausschauende Personalwirtschaft, um zu verhindern, dass Stellen längere Zeit unbesetzt bleiben, wie es schon häufiger der Fall war“, so Jehle weiter.

„Die Stadt sollte sich deutlich stärker an Ausbildungen und Umschulungen beteiligen, um den Bedarf an neuem Personal in den genannten Bereichen langfristig decken zu können. Es reicht nicht sich auf den Markt zu verlassen. Die Stadt muss selber tätig werden, auch in Kooperation mit anderen“, erklärt Frank Spielmann, personalpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion. „Dazu gehört auch eine engere Vernetzung mit der Uni, der Fachhochschule und den Fachschulen. Nicht zuletzt muss der Bereich der Personalbemessung – und hier speziell die Entgeltfindung – besser konzipiert werden“, so Spielmann. „„Im Wettbewerb der Städte ist die hohe Lebensqualität Düsseldorfs kein Argument, dass über die hohen Lebenshaltungskosten hinwegtrösten kann.“