Pressemitteilung:

  • 29. April 2011

Michael Groschek: Aufruf zum Tag der Arbeit am 1. Mai 2011

Michael Groschek

Michael Groschek, Generalsekretär der NRWSPD
Zum Tag der Arbeit am 1. Mai erklärt Michael Groschek, Generalsekretär der NRWSPD:

Mit der ab dem 1. Mai geltenden Arbeitnehmerfreizügigkeit in Europa sind unsere Forderungen nach „gleichem Lohn für gleiche Arbeit“ und der Einführung eines allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns aktueller denn je. Denn wir wollen einen Aufschwung nicht für wenige, sondern für alle Menschen in unserem Land. Der gesetzliche Mindestlohn wird dabei helfen, für mehr Gerechtigkeit am Arbeitsmarkt zu sorgen und durch eine gesteigerte Binnennachfrage eine nachhaltig positive wirtschaftliche Entwicklung ermöglichen, von der alle Menschen profitieren können.

In diesem Jahr steht der 1. Mai auch unter dem Eindruck der Atom-Katastrophe in Japan. Wir stehen gemeinsam und solidarisch an der Seite der Menschen, die durch den Tsunami und die nukleare Katastrophe in Fukushima fürchterliches Leid durchleben müssen. Die schrecklichen Ereignisse haben uns noch einmal deutlich vor Augen geführt, dass die Atomkraft nicht sicher und durch den Menschen nicht beherrschbar ist. Das Zeitalter der Atomkraft muss endgültig beendet und eine umfassende Energiewende einleitet werden.

Die Energiewende birgt dabei gerade für das Industrieland Nordrhein-Westfalen große Beschäftigungspotentiale und die Chance für nachhaltigen technologischen Fortschritt. Bei uns können durch die Entwicklung und Produktion von modernen Werkstoffen, von ressourcenschonenden Materialien und durch unsere Kompetenzen bei der Energieeffizienz und den erneuerbaren Energien viele zukunftsfähige Arbeitsplätze geschaffen werden. So lassen sich wirtschaftlicher Erfolg mit sozialer und ökologischer Verantwortung und Nachhaltigkeit verbinden.

Wir rufen dazu auf, am Sonntag gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen der Gewerkschaften auf die Straße gehen, um zusammen gegen Lohndumping, für faire Arbeitsbedingungen für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und eine solidarische und gerechte Gesellschaftsordnung zu demonstrieren.