Pressemitteilung:

  • Dortmund, 07. März 2011

Gerda Kieninger: Ohne Gleichstellung kein Fortschritt

Vor 100 Jahren haben sich Frauen für die Forderung nach dem freien, geheimen und gleichen Frauenwahlrecht eingesetzt, das in Deutschland seit 1918 gilt.

Heute kämpfen Frauen weiterhin für die „Gleichstellung von Mann und Frau“, die fest im Grundgesetz, Art. 3 verankert ist, sich jedoch in vielen Bereichen des Lebens immer noch nicht widerspiegelt.

Hierzu erklärt Gerda Kieninger, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen in Nordrhein-Westfalen:

„Wir brauchen endlich gleichen Lohn für gleiche Arbeit. Es darf nicht sein, dass Frauen heute immer noch 23 Prozent weniger Lohn hinnehmen müssen. Wir kämpfen für einen gesetzlichen Mindestlohn, damit prekäre Beschäftigung, die überwiegend Frauen betrifft, vom Markt verschwindet. Wir wollen, dass Frauen in den Vorständen und Aufsichtsräten der Unternehmen mit mindestens 40 Prozent vertreten sind.

Dazu werden wir in Nordrhein-Westfalen ein Gesetz auf den Weg bringen. Das ist nicht nur gleichstellungspolitisch richtig, sondern rechnet sich auch wirtschaftlich, denn Unternehmen mit geschlechterparitätisch besetzten Führungsgremien sind nachweislich erfolgreicher.

Auch die Unternehmen müssen erkennen: Ohne Gleichstellung - kein Fortschritt in unserem Land!“