Pressemitteilung:

  • 02. Februar 2011

CDU und FDP vernachlässigen Hassels Nord

Wieder sorgen die Wohnsiedlungen in der Potsdamer- und Fürstenbergerstraße in Hassels Nord für negative Schlagzeilen. Die Gründe sind lange bekannt: Schimmelbefall, Rohrbrüche,
Heizungsausfall, Müllberge und andere Missstände, die weiterhin nicht beseitigt werden. Die Wohnanlage verwahrlost zusehend, die Mieter leben z.T. unter unzumutbaren Bedingungen. Trotz
zahlreicher Appelle handelt der Vermieter nicht angemessen.

Der wohnungspolitische Sprecher der SPD-Ratsfraktion Andreas Rimkus findet, dass CDU und FDP verantwortungslos mit dem Thema umgehen: „Es ist ungeheuerlich, was sich dort abspielt.
Aktuell wird von „Kakerlakenbefall“ gesprochen. Die Bewohner hingegen schweigen. Hierbei spielen Angst und Sprachprobleme eine große Rolle. Die Menschen brauchen den Schutz durch die Politik und Verwaltung und nicht nur gute Ratschläge.“

Die SPD setzt sich gemeinsam mit den Betroffenen und dem Mieterverein seit Langem für die Bewohner in Hassels Nord ein. Jedoch wurden bisher alle Forderungen zur Verbesserung der
Wohnsituation abgelehnt. Die Ratsmehrheit aus CDU und FDP setzen lediglich auf mehr Beratungsangebote. Konkrete Maßnahmen zur Beseitigung der Defizite ergreifen sie nicht. Im
Sommer vergangenen Jahres wurde zum Rundgang eingeladen.Der Wohnungsausschuss tagte vor Ort. Hierbei wurde der Vorschlag der SPD ein integriertes Handlungskonzept einzuführen, das den Leuten wirklich helfen könnte, abgelehnt. Von CDU und FDP gab es lediglich Lippenbekenntnisse: In Hassels Nord hat sich nichts geändert.

„ Nach wie vor sind wir für die Einführung eines integrierten Handlungskonzeptes und sehen es als einzig effektiven Lösungsweg. Wir wollen, dass Vermieter, Mieter, Stadt und Politik
an einem Tisch über notwendige Verbesserungen sprechen und Entscheidungen treffen können.“ so Rimkus weiter. „ Herr Elbers ist als Oberbürgermeister auch für das Wohlergehen der
Menschen in Hassels Nord zuständig. Er muss die zuständigen städtischen Stellen mit Nachdruck dazu veranlassen, alle Möglichkeiten zu nutzen, um eine Verbesserung der
Wohnverhältnisse vor Ort zu bewirken.“

Die Wohnsiedlungen an der Potsdamer- und Fürstenbergerstraße wurden vor 40 Jahren erbaut und gehörten anfänglich der LEG, bevor sie an weitere Unternehmen verkauft wurden. Heute leben
ca. 3.500 Menschen aus 23 Ländern in der Siedlung.