Pressemitteilung:

  • Düsseldorf, 22. Dezember 2010

Barrierefreie Haltestellen: Planung sollte überprüft werden

In der Sitzung des Anregungs- und Beschwerdeausschusses am 09. Dezember 2010 teilte die Verwaltung mit, dass der Umbau des Bahnsteigs am Handweiser zum barrierefreien Hochbahnsteig vorgezogen wird. Damit reagierte die Verwaltung auf Forderungen einer Rollstuhlfahrer-Wohngruppe aus Heerdt, die sich an den Anregungs- und Beschwerdeausschuss gewendet hatte.

Auch die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung 04 hatte mehrfach auf die Schwierigkeiten für mobilitätsbehinderte Menschen im Bereich des ÖPNV in Heerdt hingewiesen und den vorgezogenen Ausbau der Hochbahnsteige gefordert.

„Wir freuen uns, dass dem berechtigten Anliegen vieler mobilitätsbehinderter Bürgerinnen und Bürger in Heerdt nun endlich gefolgt wird. Mit Blick auf die Seniorenwohnanlage und Wohnprojekte für Behinderte im Umfeld des Handweiser ist der Umbau an diesem zentralen Verkehrsknotenpunkt lange überfällig“, erklärt Marion Warden, Ratsfrau aus Heerdt. „Schade, dass die Verwaltung davon abgesehen weiterhin am Plan festhält, den Ausbau nur nach Strecken statt nach jeweiliger Bevölkerungsstruktur im Umfeld einer Haltestelle vorzunehmen.“

„Es wäre sinnvoller, wenn die Verwaltung ihre Planung an den tatsächlichen Bedürfnissen der Bevölkerung ausrichten würde. Abgesehen von Verkehrsknotenpunkten wie dem Handweiser sollten dabei besonders solche Haltestellen berücksichtigt werden, in deren Nähe vermehrt mobilitätsbehinderte Menschen leben. Hierzu zählen insbesondere Haltestellen, die sich in der Nähe von Behinderten- und Senioreneinrichtungen sowie Kindertages-stätten und Kindergärten befinden“, ergänzt Tobias Kühbacher, Sprecher der SPD-Fraktion im der Bezirksvertretung 04. „Wir schlagen vor, dass die Verwaltung ihre Planung in Zusammenarbeit mit den Bezirksvertretungen überprüft und aktualisiert. Gemeinsam sollte ermittelt werden, wo der höchste Bedarf besteht. Der Fall, dass Bürgerinnen und Bürger erst den Anregungs- und Beschwerdeausschuss einschalten müssen, sollte die Ausnahme bleiben.“