Pressemitteilung:

  • 20. Dezember 2010

Verlängerte Übergangsfrist für Dichtheitsprüfungen bei privaten Abwasserkanälen

Die Kommunen mussten schon seit langer Zeit viel Geld aufwenden,um die öffentlichen Kanäle zu sanieren. Um eine Gefährdung des Grundwassers dauerhaft auszuschließen, müssen aber auch
alle Kanalanschlüsse auf Privatgrundstücken auf ihre Dichtheit hin überprüft werden, damit alle verunreinigen Abwässer ordnungsgemäß zur Kläranlage geleitet werden. Die Kosten dafür tragen die Grundstückseigentümer.

Die Stadt Düsseldorf hat bereits am 10. Juni 2010 eine entsprechende Satzung beschlossen, damit bis spätestens 2015 alle Kanäle überprüft und entsprechend instand gesetzt sind. Diese Frist wird nun durch die Landesregierung um acht Jahre bis 2023 verlängert.

„Dabei spielten auch soziale Aspekte eine wichtige Rolle. Ältere und alleinlebende Bürgerinnen und Bürger können beispielsweise eine Ausnahmeregelung von der Sanierung erhalten, bis die Erbfolge geregelt ist“, sagt Burkhard Albes, stellvertretender Vorsitzender des Bauausschusses. Er verweist in diesem Zusammenhang auch auf ein Förderprogramm mit dem bis Ende 2011 Zuschüsse für Kanalsanierungsmaßnahmen gewährt werden. Gleichzeitig hat die KfW-Bank ein Kredit-Programm zur Durchführung von Dichtheitsprüfung
an privaten Abwasserleitungen und zur Sanierung von privaten Abwasserleitungen aufgelegt.

„Die SPD-Ratsfraktion wird beantragen, die Düsseldorfer Satzung zur Dichtheitsprüfung von Hausanschlusskanälen entsprechend den neuen zeitlichen Vorgaben zu ändern“, so Albes. „Auch das Beratungsangebot des Stadtentwässerungsbetriebs muss an den neuen Zeitrahmen angepasst werden.“