Pressemitteilung:

  • Düsseldorf, 10. Dezember 2010

Unzumutbare Belastungen am Heerdter Dreieck: SPD spricht mit Anwohnerinitiative

Gestern besuchten Martin Volkenrath, Vorsitzender des Ordnungs- und Verkehrsausschusses, und Bürgermeisterin Gudrun Hock die neu gegründete Bürgerinitiative der Anlieger des Heerdter Dreiecks, um sich vor Ort einen Eindruck von den Belastungen durch Bauarbeiten zu verschaffen. Die Anwohner fordern Lärmschutzmaßnahmen, die bisher in der Planung nicht vorgesehen sind.

Volkenrath sagte zu, sich für ihre Belange der Initiative einzusetzen: „Bereits 2004 wurden den Anwohnern – noch vom damaligen OB Erwin – Lärmschutzmaßnahmen versprochen. Beim jetzigen Planungsstand ist davon jedoch keine Rede mehr. Wir erwarten, dass die Verwaltung sich in dieser Sache an die Zusagen hält.“

Bürgermeisterin Hock weist auch auf den mangelnden Sichtschutz für die Anwohner aufgrund der Fällungen vieler Bäume zwischen Heerdter Dreieck und dem Wohngebiet hin: „Die Anwohner wohnen quasi mitten in der Baustelle und dann in Zukunft direkt neben einem riesigen Parkhaus inmitten eines – besonders zu Stoßzeiten – extrem stark frequentierten Verkehrsknotenpunktes. Es existiert weder Sicht- noch Lärmschutz.“

Im Anschluss an den Termin trafen sich Hock und Volkenrath noch mit Vertretern der Aktionsgemeinschaft Verkehrsberuhigung Düsseldorfer Straße. Auch dort regt sich seit Jahren Unmut über die unzureichende Verkehrsplanung der Verwaltung. „Auf der Düsseldorfer Straße wohnen immerhin ca. 2000 Menschen, die durch die Durchgangsstraßensituation enormen Belastungen ausgesetzt sind“, so Bürgermeisterin Hock. Sie fordert, dass Lärm und Emissionen erneut gemessen werden müssen. Auch die Unfallstatistiken sorgen bei der Bürgermeisterin für Beunruhigung: „Im Jahr 2010 kam es auf der Düsseldorfer Straße zu 53 Unfällen. Diese Zahl ist höher als in vergleichbaren Wohngebieten.“

Die SPD nimmt die Sorgen der Bürger ernst. Für die Düsseldorfer Straße muss eine Entlastungslösung im Rahmen eines Verkehrskonzeptes für das gesamte linksrheinische Düsseldorf gefunden werden. Die starke Verdichtung durch Großprojekte wie Belsenpark, Prinzenpark und Vodafone Campus stellt völlig neue Anforderungen an die Verkehrslösungen. Dabei muss man auch gezielt auf ÖPNV setzen.

Bürgermeisterin Hock und Martin Volkenrath sagten den Vertretern der Aktionsgemeinschaft zu, sich kurzfristig dafür einzusetzen, dass mit verkehrstechnischen Sofortmaßnahmen den Rasern auf der Düsseldorfer Straße Einhalt geboten wird.