Pressemitteilung:

  • Düsseldorf, 02. Dezember 2010

Ehemaliger Truppenübungsplatz: Öffentliches Erholungsgebiet muss erhalten bleiben

Aktuelle Informationen besagen, dass der Verkauf des ehemaligen Truppenübungsplatzes an einen privaten Investor unmittelbar bevorsteht. Offenbar ist das Angebot der Stadt zu niedrig ausgefallen, um Berücksichtigung zu finden. Der Käufer ist, dem Vernehmen nach, ein Pferdezüchter, der das Gelände zur Pferdehaltung nutzen möchte.

Die SPD-Ratsfraktion sieht nun die Gefahr, dass das öffentliche Erholungsgebiet verloren gehen könnte, wenn der Investor Stallungen errichtet und zum Schutz seiner Tiere Zaunanlagen aufstellt und Durchgangswege schließt. Deshalb haben sich Markus Raub, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion, und Prof. Rudi Voller, Ratsherr aus Knittkuhl, heute schriftlich an den Oberbürgermeister gewendet. Sie bitten ihn, einer solchen Entwicklung schnell und entschieden entgegenzuwirken.

„Der Rat hat im September einstimmig sein hohes Interesse am Erhalt und der Weiterentwicklung des beliebten Erholungsgebietes Wolfsaap zum Ausdruck gebracht. Das Gelände und seine besondere Bedeutung für die Erholung soll uneingeschränkt erhalten bleiben, hieß es im interfraktionellen Beschluss“, so Markus Raub, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion. „Der Oberbürgermeister soll dem Verkäufer ebenso wie dem potenziellen Käufer den Beschluss des Rates und dessen Auswirkungen auf die mögliche Nutzung des Geländes erläutern und deutlich machen, dass die Stadt auf der Einhaltung dieser Vorgaben bestehen wird. Gegebenenfalls muss von Seiten der Verwaltung auch die Abgabe eines höheren Angebotes sowie die Möglichkeit zur Ausübung des Vorkaufsrechtes noch einmal ernsthaft geprüft werden.“

Ratsherr Prof. Rudi Voller, der sich gemeinsam mit zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern für den Erhalt des öffentlichen Zugangs einsetzt, ergänzt: „Im Falle eines Verkaufs droht eine gravierende Einschränkung der Freizeitnutzung durch die Düsseldorfer Bevölkerung. Wir bitten den Oberbürgermeister, die klare Position der Bevölkerung und des Rates in den laufenden Verhandlungen zu bekräftigen. Dafür hoffen wir auch auf parteiübergreifende Unterstützung von allen politisch gewählten Vertreterinnen und Vertretern Düsseldorfs in Stadt, Land und Bund. Die Wolfsaap muss in unveränderter Form für die Öffentlichkeit erhalten bleiben.“