Pressemitteilung:

  • Düsseldorf, 18. November 2010

ThyssenKrupp Nirosta: Die endgültige Entscheidung ist noch nicht gefallen

Gestern Abend informierten der Betriebsrat von ThyssenKrupp Nirosta (TKN) und die IG Metall das Komitee zur Erhaltung von TKN am Standort Benrath darüber, dass die Entscheidung des Vorstandes über Schließung und Verlagerung des Werkes anscheinend bereits gefallen ist. Formal wird die Entscheidung jedoch erst in der Aufsichtsratssitzung von ThyssenKrupp am 02. Dezember 2010 getroffen.

„Mit der Schließung des Nirosta-Werkes droht die endgültige Abwanderung des Weltkonzerns ThyssenKrupp aus Düsseldorf. Das hätte starke wirtschaftliche Auswirkungen, nicht nur auf die unmittelbar betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Der Wegfall von 565 Arbeitsplätzen und der damit verbundenen Kaufkraft wäre im Düsseldorfer Süden deutlich spürbar“, erklärt Gerd Blatz, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaftsförderung. „Darüber hinaus würden der Stadtkasse erhebliche Gewerbesteuereinnahmen verloren gehen. Nicht zuletzt würde der Wegzug der prominenten Marke Nirosta auch das Image des Industriestandorts Düsseldorf weiter schädigen.“

„Bis zur Sitzung des Aufsichtsrates von ThyssenKrupp sind alle Düsseldorfer Mandatsträger und die Verwaltungsspitze aufgefordert, sich nach Kräften für den Erhalt des Werkes und der Arbeitsplätze einzusetzen – noch ist die endgültige Entscheidung nicht gefallen!“, so Blatz weiter. „Die SPD appelliert besonders an den Oberbürgermeister sowie alle Fraktionsvorsitzenden, sich bei der Konzernspitze für den Erhalt des Nirosta-Werkes in Benrath einzusetzen. ThyssenKrupp braucht Düsseldorf nicht – aber Düsseldorf braucht ThyssenKrupp!“, so Blatz abschließend.

Die SPD-Ratsfraktion wird sich mit einem Appell direkt an die Entscheidungsträger bei ThyssenKrupp wenden.