Pressemitteilung:

  • 16. November 2010

SPD-Fraktion unterstützt Nirosta-Betriebsräte

Am Montagabend waren Vertreter des Betriebsrates von ThyssenKrupp Nirosta und der IG Metall zu Gast in der SPD-Fraktion. Sie stellten die Ergebnisse eines von ihnen beauftragten Gutachtens zur Zukunftsfähigkeit des Benrather Werkes vor.

Die Konzernspitze beabsichtigt, das Werk zu schließen und Teile der Produktion nach Krefeld zu verlagern. Dabei würden erhebliche Investitionskosten anfallen. Nur ein kleiner Teil der rd. 550 Benrather Beschäftigten könnte übernommen werden. Über 400 Mitarbeiter wären von Arbeitslosigkeit bedroht.

In der vorigen Woche wurde in Benrath ein Aktionsbündnis mit den Kirchen, örtlichen Geschäftsleuten und Bürgerinnen und Bürgern gegründet, das sich für den Erhalt des Werkes einsetzt. Die SPD unterstützt dieses Bündnis und ist auch in dessen Sprecherrat vertreten.

Das Gutachten zeigt, dass der Standort mit weitaus geringeren Investitionen und bei nur geringfügigem Stellenabbau eine Ausweitung der Produktion möglich wäre. Dabei wäre auch die Gewinnsituation noch einmal deutlich zu steigern. Auch heute schon schreibt das Werk schwarze Zahlen – trotz der Krise.

„Das Gutachten belegt, dass der Standort Benrath zukunftsfähig ist“, sagte Markus Raub,Vorsitzender der SPD-Fraktion im Anschluß. „Die Konzernspitze hat auch eine soziale Verantwortung.Der rigide Abbau von Arbeitsplätzen gefällt zwar den Aktionären,ist aber nicht immer die wirtschaftlichste Lösung.“

Die SPD-Ratsfraktion wird gemeinsam mit den Betriebsräten und dem Aktionsbündnis weiter für den Erhalt des Werkes in Benrath kämpfen.