Pressemitteilung:

  • Düsseldorf, 08. November 2010

SPD-Fraktion fordert: Deutsche Bahn muss handeln

Seit einigen Tagen häufen sich Meldungen über unzumutbare Verhältnisse in Pendlerzügen, besonders auf der Strecke Köln / Düsseldorf / Ruhrgebiet. Am vergangenen Donnerstag war einer der Züge so überfüllt, dass zwei Passagiere kollabierten. Weder die Probleme, noch die Beschwerden sind neu, aber die Deutsche Bahn weist die Verantwortung für die Situation weit von sich.

Die SPD-Ratsfraktion fordert nun, dass der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr zügig Gespräche mit der Deutschen Bahn aufnimmt und auf Verbesserungen drängt.

„Die Empörung der Bahnkunden ist berechtigt“, erklärt Martin Volkenrath, Mitglied im Verwaltungsrat des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr. „Überfüllte Züge während der Stoßzeiten sind die Regel, nicht die Ausnahme. Verschärft wird die Situation noch durch zusätzliche Nachfrage bei Messen oder technisch bedingte Ausfälle. Das bestehende Angebot ist unzureichend und muss deutlich verbessert werden.“

Eine Verbesserung liegt nicht nur im Interesse der Kundinnen und Kunden, sondern auch der Kommunen. „Die Attraktivität des Regionalverkehrs muss gesteigert werden, damit mehr Menschen vom Auto auf die Bahn umsteigen. Das wird mit den schlechten Schlagzeilen der letzten Woche sicherlich nicht erreicht. Damit treibt man die Leute eher zurück zum Auto“, so Volkenrath weiter.

Die Attraktivität des ÖPNV ist ein wichtiges Thema für die SPD-Ratsfraktion. Zuletzt hatte sie erfolgreich die Verkürzung der Taktzeiten bei der U79 zur Universität gefordert. Im Februar 2010 hatte der Ordnungs- und Verkehrsausschuss auf Antrag der SPD ein umfassendes Informationssystem für Fahrgäste im ÖPNV beschlossen. Ziel ist es, dass Deutsche Bahn AG und Rheinbahn AG ein gemeinsames Informati¬onssystem aufbauen, das alle Nutzerinnen und Nutzer bei Ausfällen und Verzögerungen im Bahnverkehr zuverlässig und umfassend informiert. Verzögerungen sollten früher angezeigt werden, damit Fahrgäste ggf. auf andere Verkehrsmittel zurückgreifen können.