Pressemitteilung:

  • Düsseldorf, 05. November 2010
Kulturausschuss

Freie Theaterszene verdient stärkere Unterstützung durch die Stadt

Die SPD-Ratsfraktion setzt sich für eine Stärkung der freien Theaterszene in Düsseldorf ein. Der Mangel an Räumlichkeiten, die Dominanz der größeren Theater und deren Möglichkeit, aufgrund öffentlicher Förderung vergünstigte Tickets anbieten zu können, sind nur einige Faktoren, die es der freien Szene erschweren, sich in Düsseldorf stärker zu positionieren.

Cornelia Mohrs, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion, warnt vor den Folgen dieser Schieflage: „Düsseldorf ist eine Stadt, die sich mit ihrer Kulturvielfalt rühmt. Leider konzentriert sich die Stadt dabei fast ausschließlich auf große Einrichtungen und fördert die kleineren, freien Theater nicht ausreichend. Da überrascht es wenig, dass sich zurzeit die Beschwerden der privaten Theaterschaffenden häufen. Wenn sich an dieser Politik nichts ändert, droht langfristig eine Abwanderung der Szene in Städte, wo freie Theater mehr Unterstützung erhalten. Das wäre ein enormer Verlust für die Kulturmetropole Düsseldorf.“

Walburga Benninghaus, Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, blickt in diesem Zusammenhang auch mit Sorge auf die Situation der offenen Kinder- und Jugendtheaterszene in Düsseldorf: „Aus zahlreichen Gesprächen kennen wir die Probleme der Kulturschaffenden in diesem Bereich sehr gut und wissen, dass es für sie nicht leicht ist, sich im Wettbewerb mit den großen Häusern zu behaupten. Langfristig sollten die kleineren Einrichtungen der freien Szene dieselbe Wertschätzung von Seiten der Stadt erhalten wie die etablierten Theater. Es geht darum, die Vielfalt der Düsseldorfer Theaterszene zu schützen und weiter auszubauen.“

Die SPD-Ratsfraktion fordert auch eine engere Zusammenarbeit zwischen der freien Szene und den großen Theaterhäusern. „Man könnte beispielsweise Kooperationen auf den Weg bringen, bei denen freie Theater feste Plätze in den Spielplänen der großen Häuser erhalten. Auch gemeinsame Werbekampagnen sind denkbar“, so Mohrs. „Wir werden dieses Thema in die nächste Sitzung des Kulturausschusses einbringen.“