Pressemitteilung:

  • Düsseldorf, 04. November 2010

SPD unterstützt Aktionsbündnis für ThyssenKrupp Nirosta am Standort Benrath

Seit die ersten Gerüchte um die Schließung des Werkes der ThyssenKrupp Nirosta GmbH laut wurden, haben sich die SPD Düsseldorf und die SPD-Ratsfraktion des Themas angenommen und stehen seither in engem Kontakt mit den Betriebsräten und der IG Metall. Auch bei der gestrigen Gründungsversammlung des Aktionsbündnisses waren lokale Partei- und Ratsmitglieder dabei.

„Für uns ist es wichtig, die industriellen Arbeitsplätze nicht nur in Benrath zu erhalten“, sagt Karin Kortmann, Vorsitzende des SPD-Unterbezirks. „Die Schließung des Nirosta-Werkes wäre ein schwerer Verlust für den Stadtteil und die Stadt. Für uns ist es nur konsequent, im Aktionsbündnis an der Seite der Beschäftigten und der Bürgerinnen und Bürger für den Erhalt des Werkes zu kämpfen - umso mehr, weil die Schließung wirtschaftlich keinen Sinn machen würde.“

Die Ratsfraktion hatte schon Mitte des Jahres mit Anfragen und Anträgen versucht, die Stadtspitze zu mehr Aktivität zugunsten des Standortes zu drängen, aber die Reaktionen von Seiten des Oberbürgermeisters und seines Wirtschaftsdezernenten waren eher zurückhaltend. Diese Passivität wurde vom DGB auf seiner Mai-Kundgebung öffentlich scharf kritisiert.

„Es ist sehr begrüßenswert, dass sich der Oberbürgermeister jetzt endlich selbst des Themas annimmt und das Aktionsbündnis unterstützt“, erklärt Markus Raub, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion. „Es ist wichtig, dass jetzt alle zusammenarbeiten. Der Oberbürgermeister muss beim Konzernvorstand für das Werk und den Standort Düsseldorf eintreten.“

In der nächsten Woche werden die Betriebsräte ein eigenes Gutachten zur wirtschaftlichen Situation des Werkes vorstellen. „Wir haben die Kolleginnen und Kollegen eingeladen, uns die Ergebnisse dieses Gutachtens ebenfalls vorzustellen“, sagt Markus Raub. „Es wird belegen, was alle wissen: die Schließung des gut ausgelasteten Standortes ist betriebswirtschaftlich unsinnig. Ein Grund mehr, für seinen Erhalt zu kämpfen.“