Pressemitteilung:

  • 09. September 2010

SPD warnt vor mehr Wohnen im Hafen: Kölner Beispiel zeigt, das es nicht funktioniert

Berichte über Streitigkeiten zwischen Besitzern von Nobelwohnungen im Kölner Rheinauhafen und Rheinschiffern, wegen Lärmbelästigungen bestätigen die SPD-Ratsfraktion in ihrer ablehnenden Haltung zum Wohnen im Düsseldorfer Hafen.

„Die Berichte aus Köln zeigen, dass Wohnen und gewerblichindustrielle Nutzungen nicht zusammenpassen“, sagt Markus Raub, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion. „Dort passiert jetzt
dasselbe, was wir auch für den Düsseldorfer Hafen prognostizieren, wenn die schwarz-gelbe Rathausmehrheit das Wohnen im Hafen ausweiten will: schon bald werden die neuen Mieter oder Eigentümer sich über Geruchsbelästigungen und Lärm, die von den Hafenbetrieben ausgehen beschweren. Klagen werden folgen und den Betrieben werden Auflagen gemacht, die ihre Existenz gefährden. Damit sind diese Arbeitsplätze und die in vielen weiteren Betrieben in Düsseldorf, die auf den Wirtschaftshafen angewiesen sind, gefährdet.“

Die SPD-Ratsfraktion hatte auch den zwischen der Bezirksregierung und der Stadt geschlossenen Kompromiss, der das Wohnen bis zu einer bestimmten Grenze im Hafen zulässt als zu weitgehend abgelehnt. Öffentliche Äußerungen der Verwaltung zeigten zudem, dass sie diese außergerichtliche Einigung nur als Zwischenschritt zum weiteren Ausbau des Wohnens im Hafen sieht.

„Ich hoffe hier auch auf eine baldige Klarstellung der durch die neue Regierungspräsidentin, dass diese Einigung für die Stadt dauerhaft bindend ist“, sagt Markus Raub weiter und verweist auch auf den Besuch des Arbeitsministers Guntram Schneider bei einem Hafenbetrieb vor wenigen Tagen. „Der Arbeitsminister hat die Bedeutung der Hafenwirtschaft und der Häfen für den Industriestandort Nordrhein-Westfalen betont. Ich hoffe, die Rathausmehrheit erkennt das auch endlich und lernt vom Kölner Beispiel. Industriebetriebe müssen auch in Düsseldorf weiter eine Zukunft haben. Das muss sich auch in der Stadtplanung niederschlagen. Die Orientierung an modischen Trends verhindert eine langfristig angelegte Stadtentwicklung “