Pressemitteilung:

  • 08. September 2010

Rheinbahn: SPD fordert Rückkehr zur Sachlichkeit

Die öffentlichen Angriffe des Aufsichtsvorsitzenden der Rheinbahn Hartnigk (CDU) gegen die Mitarbeiter, den Arbeitsdirektor und den Betriebsrat des Unternehmens wegen der Personalausfälle in der letzten Zeit werden von der SPD-Ratsfraktion scharf kritisiert:

„So geht man nicht mit den Mitarbeitern eines Unternehmens um“, stellt Martin Volkenrath, Mitglied im Aufsichtsrat der Rheinbahn fest. „Das Problem ist vielschichtig und eignet sich bestimmt nicht für öffentliche Schnellschüsse und Selbstdarstellung. Bei der Suche nach den Ursachen für die angespannte Personalsituation stößt man sehr schnell auch auf die restriktive Finanzpolitik der schwarz-gelben Mehrheit in den letzten Jahren, die dem Unternehmen einen harten Sparkurs aufgezwungen haben, der zu Stellenabbau, Ausgliederungen und Lohneinbußen der Mitarbeiter führte. Trotzdem haben die Mitarbeiter, der Arbeitsdirektor und der Betriebsrat diesen Konsolidierungskurs im Interesse des Unternehmens mitgetragen. Zum Dank müssen sie sich jetzt von Herrn Hartnigk öffentlich beschuldigen lassen.“

„Es ist auch nicht so, dass die Personalsituation alleine zu den Verspätungen führt“, sagt Markus Raub, Fraktionsvorsitzender der SPD und ebenfalls im Aufsichtsrat des Unternehmens. „Das Baustellenchaos in der Innenstadt und die nicht immer sehr gut koordiniert erscheinende Verkehrsplanung darum herum machen es der Rheinbahn nicht leicht, einen verlässlichen Betrieb zu gewährleisten. Ich finde es richtig, dass wir darüber reden und die Probleme angehen. Herr Hartnigk sollte aber wissen, dass öffentliche Mutmaßungen und vorschnelle Schuldzuweisungen dabei wenig hilfreich sind. Wenn er tatsächlich an einer sachlichen Lösung interessiert ist, sollte er kurzfristig eine Sondersitzung des Aufsichtsrates einberufen.“