Pressemitteilung:

  • 06. September 2010

Stadt sollte steigenden Mieten und drohendem Wohnungsmangel entgegenwirken

Wie das Immobilien-Marktforschungsinstitut Empirica ermittelte, lagen die Mietpreissteigerungen in deutschen Großstädten im vergangenen Jahr durchschnittlich im zweistelligen Bereich. In Düsseldorf müssen laut Studie bis zu 13% Prozent höhere Mieten gezahlt werden.

„Dies bedeutet auch, dass sich der Mangel an bezahlbarem Wohnraum in Düsseldorf weiter verschärft. Die Wohnungs- und Stadtplanungspolitik in Düsseldorf muss dieser Entwicklung
Rechnung tragen. Das lückenhafte und statische Stadtentwicklungskonzept von CDU und FDP wird den Anforderungen jedoch nicht gerecht. Deshalb fordern wir schon lange, dass die Wohnungspolitik der Stadt entsprechend den bekannten Herausforderungen der Zukunft neu justiert wird“, so Andreas Rimkus, wohnungspolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion. Nach Ansicht der SPD-Ratsfraktion bestehen durchaus Möglichkeiten, einer Verschärfung der Situation auf dem Wohnungsmarkt und dem weiteren Anstieg von Mieten zeitnah und effektiv entgegenzuwirken.

„Gerade in einer Stadt mit knappen Flächenressourcen muss man diese sorgfältig bewirtschaften. Anstelle von Büroflächen sollte die Schaffung neuen Wohnraums gefördert werden, um den Preisdruck auf dem Wohnungsmarkt abzufedern. Ein positives Signal ist hier die Überlegung der Investoren des Quartier Central, anstelle der ursprünglich geplanten Büroflächen Wohnraum zu schaffen“, so Rimkus weiter.

Darüber hinaus sollten Anreize geschaffen werden, nicht genutzte, leerstehende Büroflächen in Wohnraum umzuwandeln. Die meist relativ zentrale Lage und gute Verkehrsanbindung ehemaliger Bürogebäude würde auch den dort neu geschaffenen Wohnraum attraktiv machen.

„Die Stadtspitze muss aktiv auf Investoren, die Wohnraum im mittleren Preissegment schaffen und anbieten wollen, zugehen. Düsseldorf kann froh sein, dass sich so viele Menschen dafür
entscheiden, hierher zu ziehen, hier zu leben und zu arbeiten. Diesen Erfolg unserer Stadt dürfen wir nicht durch einen Mangel an Wohnungen oder überdurchschnittlich hohe Mieten gefährden. Düsseldorf soll für alle Menschen – vom Spitzenverdiener bis hin zur Familie mit kleinem Einkommen – attraktiv sein. Deshalb müssen Politik und Verwaltung nach Kräften versuchen, hohen Mieten und Wohnraummangel entgegenwirken “, so Rimkus abschließend.