Pressemitteilung:

  • 31. August 2010

SPD-Ratsfraktion: Eilbeschluß Heerdter Dreieck war unnötig

Peter Knäpper

Ratsherr Peter Knäpper
Die SPD-Ratsfraktion sieht sich aufgrund der heutigen Presseberichterstattung darin bestätigt, dass die von der Verwaltung betonte Eilbedürftigkeit des Beschlusses über das Verkehrskonzept zum Heerdter Dreieck in der letzten Ratssitzung vor der Sommerpause völlig übertrieben und nicht notwendig war. Begründet wurde dies unter anderem damit, dass Vermieter und Investor vor Vertragsabschluß Planungssicherheit haben wollten.

„Wer sich im Baugeschäft etwas auskennt weiß, dass niemand ein Millioneninvestment tätigt, wenn er keinen Ankermieter im Boot hat. Gerade in der aktuellen wirtschaftlichen Situation würde niemand so blauäugig sein und ein Projekt wie den Vodafone- Campus einschließlich Parkhaus zu realisieren, wenn der Hauptmieter noch keinen Vertrag unterschreiben kann oder will. Deshalb war schon damals die behauptete Eilbedürftigkeit ziemlich zweifelhaft. Damit wurde eine sachgerechte Beratung in den Fachausschüssen übergangen. Das die Zweifel berechtigt waren ist nun bestätigt: immer noch sind sich Mieter und Investor nicht einig“, sagt Ratsherr Peter Knäpper, Mitglied im Planungsausschuss.

Auch die andere Begründung, der baldige Baubeginn, erweist sich als unzutreffend. Seit den Baumfällarbeiten am Heerdter Dreieck wurde bis heute nicht einmal ein Bauzaun errichtet. „Es drängt sich der Verdacht auf, dass die angebliche Eilbedürftigkeit nur dazu diente, eine intensivere Befassung mit der Vorlage und den damit zusammenhängenden Problemen in den Fachausschüssen zu vermeiden. So hätte die z.B. die zugrunde liegende Verkehrskonzeption und die Belastung der umliegenden Stadtteile besser durchleuchtet werden können“, sagt Peter Knäpper abschließend.