Pressemitteilung:

  • 06. August 2010

Altstadtrundgang der SPD: Experten und Bürger erwarten mehr als „nur grau“


Markus Raub, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion
Rund vierzig Düsseldorferinnen und Düsseldorfer folgten gestern der Einladung der SPD-Ratsfraktion, bei einem Rundgang mit den beiden Experten Josef Hinkel und Sebastian Fürst Meinungen und Ideen zum neuen Altstadtpflaster zu diskutieren.

Markus Raub, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion begrüßte die Interessierten im Innenhof des Rathauses und stellte fest: „Eine öffentliche Beteiligung ist notwendig, um eine möglicht bürgernahe und zu unserer schönen Stadt passende Lösung zu finden. Es geht hier immerhin um die Neugestaltung von etwa 23.000 Quadratmetern unserer Heimatstadt - zwei einfache graue Flächen bieten da zu wenig Auswahl. Wir haben jetzt die seltene Chance, unsere Altstadt für mehrere Jahrzehnte zu prägen und noch schöner und attraktiver zu machen. Deshalb müssen wir die Neubepflasterung mit großer Sorgfalt angehen und Experten, Kreative und Bürger gleichermaßen am Prozess beteiligen.“

Gemeinsam erläuterten danach Altstadtbäcker Josef Hinkel und Landschaftsarchitekt Sebastian Fürst während des etwa einstündigen Rundgangs an ausgewählten Plätzen ihre Ideen und Erwartungen an die Neugestaltung des Pflasters und diskutierten sie angeregt mit den Bürgerinnen und Bürgern.

Bäcker Josef Hinkel, der auch stellvertretender Vorsitzender der Altstadtgemeinschaft ist, wies darauf hin, dass das neue Pflaster sowohl pflegeleicht, als auch robust sein müsse, gerade mit Blick auf Großveranstaltungen wie den Straßenkarneval. Er unterstrich seine Hoffnung, dass mit dem neuen Pflaster vor allem die schönen Altstadtgebäude und Plätze betont werden. „Man muss sie mit dem Herzen erkennen können“, so Hinkel.

Ähnlich sah es auch Architekt Sebastian Fürst, der vor einer zu modisch orientierten Bepflasterung warnte. Dies könnte zu einer „Überfrachtung der Stadt“ führen. Gleichzeitig wünschte auch er sich eine Betonung der prägnanten Gebäude und Plätze und der Verbindungsachsen beispielsweise zur Schadowstrasse. Um die Besonderheiten der Stadt Düsseldorf besser hervorzuheben, schlug er zudem eine Art Stadtführer im Pflaster vor, also ein eingelassenes Band, das Besucher und Anwohner von einem prägnanten Ort zum nächsten führt. „Düsseldorf hat viel zu bieten, und das muss auch gezeigt werden“, so Fürst.

Der gut besuchte Rundgang führte nicht nur zu interessanten Gesprächen, sondern verdeutlichte vor allem wieder einmal die Notwendigkeit eines intensiven Dialogs zwischen Politik, Verwaltung und Bürgerinnen und Bürgern.

Einige Impressionen des Rundgangs finden Sie hier: