Pressemitteilung:

  • 19. Juli 2010

SPD: Nirosta in Benrath erhalten. Gespräch mit Betriebsräten.


Walburga Benninghaus, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion
Kurz vor Ferienbeginn waren die Vorstandmitglieder der SPDRatsfraktion Bürgermeisterin Gudrun Hock, Walburga Benninghaus und Martin Volkenrath gemeinsam mit dem örtlichen Ratsherrn Rajiv Strauss und dem stellvertretenden Vorsitzenden der Bezirksvertretung, Wulf Gelshorn zu Gast bei den Betriebsräten von Thyssen-Krupp Nirosta in Benrath. Sie wollten sich vor Ort über den aktuellen Stand der Überlegungen, das Werk ggfs. zu schließen informieren und erörtern wie die Chancen sind, den Standort zu erhalten und welche Unterstützung die Kommunalpolitik dabei bieten kann.

Von den Schließungsplänen wären nicht nur die rund 600 Arbeitsplätze der im Werk beschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betroffen, sondern auch ein Vielzahl weiterer Arbeitsplätze im Umfeld des Werkes und im Umland z.B. in den Zuliefererbetrieben.

In dem Gespräch wurde deutlich, dass die Situation nach wie vor ungeklärt ist und eine Entscheidung des Konzernvorstandes in Essen weiterhin aussteht. Die Betriebsräte stehen den Schließungsüberlegungen nicht nur wegen der betroffenen Arbeitsplätze kritisch gegenüber sondern auch weil es durchaus gute betriebswirtschaftliche Gründe gibt, die gegen für den Erhalt des mit Aufträgen gut ausgelasteten Werkes sprechen.

Die SPD-Vertreter erklärten ihre volle Unterstützung. Aus Sicht der SPD wäre es wünschenswert, wenn sich der Oberbürgermeister beim Konzernvorstand für den Erhalt des Werkes einsetzt. Man will hierzu möglichst noch in der Sommerpause ein Gespräch mit Herrn Elbers vereinbaren. Hierbei soll es nicht nur um den Standort Benrath gehen, sondern auch grundsätzlich um die Zukunft des Industriestandortes Düsseldorf. Trotz rückläufiger Beschäftigungszahlen in den letzten Jahren ist der Industriesektor in Düsseldorf immer noch von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Auch heute noch arbeiten rund 40.000 Menschen in diesem Bereich.

„Leider gewinnt man immer mehr den Eindruck, dass unsere Wirtschaftsförderung die Industrieunternehmen in der Stadt vernachlässigt“, sagt Walburga Benninghaus, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion, „Dabei hat gerade der gesunde Branchenmix aus Industrie, Handel und Dienstleistungen entscheiden dazu beigetragen, dass Düsseldorf heute vergleichsweise gut da steht. In anderen Städten kämpft man um
jeden Arbeitsplatz. Das muss auch in Düsseldorf so sein. Wir werden hierzu das Gespräch mit dem Oberbürgermeister suchen. Wir brauchen ein klares Votum für den Industriestandort. Die hier ansässigen Unternehmen müssen wissen, dass sie erwünscht sind und dass sie Entwicklungsmöglichkeiten haben. Nur so können wir auf Dauer die Arbeitsplätze sichern.“