Pressemitteilung:

  • Düsseldorf, 02. Juli 2010
Wassereinbruch im Stadtarchiv:

Ein weiteres trauriges Kapitel in der Geschichte der Alten Paketpost


Markus Raub, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion
Der Wassereinbruch im neuen Stadtarchiv fügt in den Augen der SPD-Ratsfraktion der leidigen Geschichte der Alten Paketpost ein weiteres trauriges Kapitel hinzu. 2007 hat die Alte Paketpost für Schlagzeilen gesorgt, als ein Bericht der städt. Rechnungsprüfer eine Baukostenüberschreitung von 17 Mio € beim Umbau des Gebäudes aufdeckte. Statt geplanter 40 Mio € waren 57 Mio € ausgegeben worden.

Kaum hatten dann die ersten städtischen Dienststellen das Gebäude bezogen, gab es auf einer Personalversammlung harsche Kritik von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Ordnungsamtes an den neuen Büros. Schlechte Belüftung und Beleuchtung und zu niedrige Decken waren nur einige der Kritikpunkte. Die SPD hatte sofort eine Begehung des Gebäudes durch den Personalausschuss gefordert, um sich persönlich einen Eindruck von den Zuständen machen zu können. In ihren Augen war es schon mehr als bedenklich, das neue, für sehr viel Geld gebaute Büros anscheinend nicht den modernen Anforderungen an ergonomische Arbeitsplätze gerecht werden. Allerdings hat der Vorsitzende des zuständigen Personal- und Organisationsausschusses, Ratsherr Wachter (CDU), bis heute eine solche Begehung nicht vorgesehen.

„Es ist doch unglaublich, was jetzt dort schon wieder geschehen ist“, sagt Markus Raub, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion. „Wieso kann eine Sprinkleranlage so leicht in Betrieb gesetzt werden? Wieso kann Wasser ins Stadtarchiv eindringen und die alten Bestände beschädigen, wenn in einem anderen Stockwerk die Sprinkleranlage angeschaltet wird? Wieso sind die Bestände nicht besser geschützt und abgeschirmt? Wir erwarten von der Verwaltung umgehend einen umfassenden Bericht. Der Bauausschuss muss der Frage nachgehen, ob dort Baumängel vorliegen und wer diese zu verantworten hat."

Die SPD wird zur Ratssitzung am kommenden Donnerstag eine Anfrage aus aktuellem Anlasse stellen, um zunächst vor allem zu erfahren, wie hoch und wie schwer die Schäden sind und welche Möglichkeiten zur Wiederherstellung der beschädigten Archivalien bestehen.