Pressemitteilung:

  • Düsseldorf, 03. Juli 2010

Neues Kohlekraftwerk in Krefeld: SPD befürchtet erhebliche Belastungen für Düsseldorf


Markus Raub, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion
Die Pläne für den Neubau eines Kraftwerks in Krefeld stoßen auf große Skepsis bei der SPD-Ratsfraktion in Düsseldorf. „Die Stadtwerke Düsseldorf haben vom Neubau eines Kohlekraftwerks auf der Lausward Abstand genommen und planen nun den Bau eines Gaskraftwerkes. Das ist für die CO2-Bilanz unserer Stadt erheblich besser. Auch im Hinblick auf die Feinstaubbelastungen war die Entscheidung gegen ein Kohlekraftwerk richtig“, sagt Markus Raub, Fraktionsvorsitzender der SPD. „Aber nun steht zu befürchten, dass das geplante Krefelder Kraftwerk mit seinen Emissionen, die bis nach Düsseldorf reichen würden, diese Vorteile der Düsseldorfer Entscheidung wieder zunichte macht und zusätzliche Feinstaubbelastungen für unser Stadtgebiet bringt.“

Am vergangenen Montag ist die Frist für Einwendungen bei der Bezirksregierung abgelaufen. Dem Vernehmen nach wurde die Abgabefrist für Düsseldorf jedoch verlängert. Dies will die SPD mit einer aktuellen Anfrage im nächsten Rat am 08. Juli 2010 hinterfragen und dabei auch von der Verwaltung wissen, wie sie die mögliche Belastung für Düsseldorf bewertet.

"Ich bin erstaunt, dass Düsseldorf noch nicht Stellung genommen hat", sagt Markus Raub, „das muss nun schnell geschehen. Wir müssen die Interessen der Düsseldorfer Bürgerinnen und Bürger bei den Planungen in Krefeld nachdrücklich vertreten.“