Pressemitteilung:

  • Düsseldorf, 29. Juni 2010

Smart City Düsseldorf: SPD will Nah- und Fernwärmequellen intelligent vernetzen und nutzen

Günter Wurm - Fraktionsvorsitzender

Günter Wurm, umweltpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion
Die SPD-Ratsfraktion setzt sich in Düsseldorf für die Förderung und verstärkte Nutzung von klimaschonenden Energiequellen ein. Deshalb bringt sie zur Ratssitzung am 08. Juli 2010 einen Antrag (Vorlage 01/ 164/2010) ein, mit dem die Verwaltung beauftragt werden soll, in Kooperation mit bedeutenden Wärmeerzeugern im Stadtgebiet ein Konzept zum Aufbau einer intelligenten Nah- und Fernwärmeversorgung zu erarbeiten. Hierfür sollen ausdrücklich auch lokal verfügbare Quellen regenerativer Energien wie z. B. Geothermie oder Solarthermie genutzt werden.

„Die Entscheidung der Stadtwerke Düsseldorf AG, am Standort „An der Lausward“ ein modernes Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD) zu errichten, ist ein Glücksfall für Düsseldorf. Das neue GuD-Kraftwerk bietet eine großartige Gelegenheit, ein innovatives Fernwärmenetz mit dazugehöriger Infrastruktur für die Innenstadt sowie angrenzende Stadtquartiere zu entwickeln. Durch den Einsatz moderner Netzleittechnik könnten dezentrale Nah- und Fernwärmequellen effizient miteinander verbunden werden. Auf diesem Wege könnte sich Düsseldorf eine zusätzliche, effiziente Energieversorgung einschließlich eines großen Eigenstromerzeugungsanteils sichern – eben ein intelligentes Netz für eine innovative Stadt“, erklärt Günter Wurm, umweltpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion.

Die Begriffe „Smart City“ und „intelligentes Netz“ leiten sich vom englischen Begriff „smart grid“ ab. Damit ist die Vernetzung und Steuerung von Stromerzeugern, Speichern, Verbrauchern und Netzbetriebsmitteln in Übertragungs- und Verteilungsnetzen gemeint. Die Überwachung und Optimierung der miteinander verbundenen Bestandteile ermöglicht langfristig eine sichere und effiziente Versorgung.

Langfristig sollten möglichst alle größeren Wärmeerzeuger in ein Nah- und Fernwärmesystem einbezogen werden: „Neben den bestehenden und geplanten Kraftwerkskapazitäten der Stadtwerke gibt es in Düsseldorf viele Industrieunternehmen, bei denen große Mengen an Abwärme anfallen, die effektiver genutzt werden können . Auch das vorhandene Know-how dürfen wir dabei nicht unberücksichtigt lassen“ so Günter Wurm.

Abschließend weist der umweltpolitische Sprecher der SPD-Ratsfraktion noch auf ein zusätzliches Energiepotential hin, nämlich die bislang nur wenig genutzte Fernkälte: „Gerade in dicht besiedelten Innenstadtlagen mit vielen elektrisch klimatisierten Wohn- und Geschäftsgebäuden besteht bei entsprechender Nutzung noch ein ganz erhebliches Energieeinsparpotential.“