Pressemitteilung:

  • Düsseldorf, 29. Juni 2010

Stellungnahme des OB war überfällig – und überzogen


Markus Raub, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion
Die gestrige Erklärung des Oberbürgermeisters zu den Vorwürfen aus Krefeld gegen seinen neuen Kämmerer Manfred Abrahams war längst überfällig. Aus Sicht der SPD war sie allerdings auch reichlich überzogen, besonders was die Presseschelte betrifft.

Nachdem Oberbürgermeister Elbers wochenlang zu den immer lauter werdenden Vorwürfen aus Krefeld geschwiegen hatte, sah er sich gestern im Hauptausschuss endlich veranlasst, Stellung zu nehmen. Dabei kritisierte er heftig die Presse und nicht näher bezeichnete „Mitglieder des Hauses“ wegen ihrer Äußerungen und Fragen zu den Vorwürfen gegen Abrahams.

„Die Vorwürfe aus Krefeld gegen Herrn Abrahams sind inzwischen massiv bis hin zum Ruf nach einem Disziplinarverfahren. Hier hätte Herr Elbers schon viel früher reagieren müssen - sowohl im Interesse des Kämmerers als auch der Stadt“, stellte der Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion Markus Raub nach der Sitzung fest. „Eine öffentliche Erklärung wie die gestrige wäre schon vor einigen Wochen angebracht gewesen – allerdings ohne die Aufgeregtheit und die Beschimpfungen von Seiten des OB. Wenn man stattdessen den Eindruck erweckt, man wolle das Ganze aussitzen, muss man sich nicht wundern, wenn die Fragen lauter und der Druck größer werden.“

„Die SPD-Ratsfraktion bleibt bei ihrer Haltung: Wir werden uns zunächst Anfang Juli in Krefeld über die ganze Angelegenheit informieren und dann entscheiden, wie wir uns weiter verhalten“, stellt Markus Raub abschließend fest.