Pressemitteilung:

  • Düsseldorf, 25. Juni 2010

Kämmerer muss öffentlich Stellung nehmen, Oberbürgermeister sollte offiziell in Krefeld anfragen


Markus Raub, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion
Nach der gestrigen Stadtratssitzung in Krefeld wächst der Unmut der SPD-Ratsfraktion Düsseldorf über die Untätigkeit des Düsseldorfer Oberbürgermeisters in der Affäre um den neuen Stadtkämmerer Abrahams. Verstärkt wird dieser Unmut noch dadurch, dass Abrahams bisher zu den massiven Vorwürfen aus dem Krefelder Rathaus keine Stellungnahme abgegeben hat.

In Krefeld hat der Stadtrat gestern auf Antrag der FDP den dortigen Oberbürgermeister aufgefordert, seinen Amtskollegen in Düsseldorf zu bitten, disziplinarische Maßnahmen gegen den ehemaligen Stadtkämmerer einzuleiten, der seit Juni in Düsseldorf im Amt ist. Gewählt wurde er in der Landeshauptstadt auf Vorschlag von Oberbürgermeister Elbers mit den Stimmen von CDU und FDP.

Während die Düsseldorfer FDP vorsichtig von Abrahams abrückt – wahrscheinlich aufgrund von Informationen ihrer Kollegen aus Krefeld – versuchen der Oberbürgermeister und sein Kämmerer offensichtlich die Sache einfach auszusitzen.

„Wir erwarten, dass der Oberbürgermeister in dieser Sache endlich aktiv wird“, fordert Markus Raub, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion. „Diese Angelegenheit beschädigt das Amt des Stadtkämmerers. Das beharrliche Schweigen von Abrahams trägt erheblich dazu bei. Die Bekenntnisse des Oberbürgermeisters zu seinem Kämmerer klingen angesichts der zunehmenden Vorwürfe aus Krefeld allmählich hohl. Elbers muss jetzt handeln, er muss sich endlich offiziell in Krefeld informieren und anschließend die erforderlichen Schritte einleiten. Er kann nicht weiter so tun, als ginge ihn das alles nichts an und als würde es Düsseldorf nicht betreffen.“