Pressemitteilung:

  • Düsseldorf, 20. April 2010

Leerstand kreativ nutzen: SPD für Zwischennutzungen von baulichen Anlagen in städtischem Besitz


Gerd Blatz, stellvertretender Vorsitzender des AWTL
In der nächsten Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Tourismus, Liegenschaften und Europäische Zusammenarbeit (AWTL) am 22. April 2010 beantragt die SPD-Ratsfraktion ausführliche Informationen darüber, welche leerstehenden baulichen Anlagen in städtischem Besitz für Zwischennutzungen geeignet wären und öffentlich angeboten werden könnten.

„Die Stadt Düsseldorf ist Eigentümerin zahlreicher Gebäude, die nach vormaliger gewerblicher oder städtischer Nutzung aktuell leer stehen. Hierzu zählen unter anderem bauliche Anlagen und Liegenschaften, die bis auf Weiteres leer stehen werden, weil die Umsetzung größerer Planungs- und Baumaßnahmen im Rahmen der Haushaltsberatungen für 2010 und die folgenden Jahre auf zum Teil unbefristete Zeit verschoben wurde“, erklärt Ratsherr Gerd Blatz, stellvertretender Vorsitzender des AWTL. „Mit unserem Antrag wollen wir diesen Leerstand kreativ nutzen und dazu beitragen, dass diese Gebäude nach dem Prinzip „Günstiger Raum gegen befristete Nutzung“ vermietet werden können.“

Nach Ansicht der SPD könnte die Stadt von Zwischennutzungen profitieren, weil mit der Anwesenheit eines Nutzers Schäden durch Vandalismus verhindert würden und gleichzeitig das jeweilige Umfeld belebt würde. Zudem bietet das erfahrungsgemäß große Kreativpotential vieler Nutzer, zu denen vor allem Künstler und Kulturschaffende zählen, einen attraktiven Mehrwert für eine kreative Metropole wie Düsseldorf.

„Die Düsseldorfer Kreativ- und Kunstszene könnte mit städtischen Zwischennutzungs-Angeboten weiter gestärkt werden“, so Blatz. „Zwischennutzungen sind jedoch auch für Unternehmen aus den Bereichen Handwerk, Industrie und Handel von Interesse, die für befristete Zeiträume externe Lagerräume oder Interims-Geschäftsräume benötigen. Hier könnte die Stadt mit geringem Aufwand als wirtschaftsnaher Dienstleister aktiv werden.“

Mit dem Antrag soll die Verwaltung auch beauftragt werden, zu prüfen, ob die Benennung eines zentralen Ansprechpartners bei der Verwaltung möglich wäre. Bei einer zentralen Anlaufstelle könnten Interessenten frühzeitig beraten und verfügbare Objekte gezielt vermittelt werden.