Pressemitteilung:

  • Düsseldorf, 25. Februar 2010

Wehrhahnlinie: Wo ist der Oberbürgermeister?


Markus Raub, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion
Die SPD begrüßt es, dass die Bezirksregierung die technische Aufsicht über den U-Bahn-Bau in Düsseldorf übernimmt. „Nach den nun bekannten Vorkommnissen ist das nur folgerichtig. Damit gibt es eine klare Trennung zwischen technischer Aufsicht und Bauherrenfunktion“, stellt Markus Raub, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion, fest.

Viel wichtiger ist aber aus Sicht der SPD die Frage, wo eigentlich der Oberbürgermeister in dieser Situation ist? Obwohl das Thema mittlerweile bundesweites Presseecho hervorruft, ist er bisher weder in Erscheinung getreten noch hat er Stellung genommen. Stattdessen lässt er sich von dem bis vor kurzem gar nicht für den Bau der Wehrhahnlinie zuständigen Dezernenten Dr. Bonin vertreten. „Es ist schon verwunderlich, dass man vom Oberbürgermeister gar nichts hört oder sieht, während hier ein Bauskandal von solchen Ausmaßen aufgedeckt wird und dessen mögliche Folgen die Bürgerinnen und Bürger sehr beunruhigen“, sagt Markus Raub.

„Man darf wohl zu Recht erwarten, dass der Oberbürgermeister in dieser schwierigen Situation die Zügel in die Hand nimmt, sich persönlich informiert und Entscheidungen trifft. Die Komplikationen bei der Wehrhahnlinie und auch beim Kö-Bogen sind ganz klar Chefsache und dürfen nicht wie ein normaler Verwaltungsvorgang behandelt werden.“, ergänzt Bürgermeisterin Gudrun Hock.