Pressemitteilung:

  • Düsseldorf, 18. Februar 2010

Ehrenamtskarte für Düsseldorf: SPD stellt Ratsanfrage


Klaudia Zepuntke

Wer sich ehrenamtlich und freiwillig engagiert, tut viel für die Gemeinschaft und für den Zusammenhalt der Gesellschaft. „Bürgerinnen und Bürger, die sich ehrenamtlich engagieren, verdienen unseren Respekt und unsere Anerkennung“, erklärt Klaudia Zepuntke, stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Gesundheit und Soziales. „Bei der SPD hat die Anerkennung und Förderung freiwilligen Engagements eine lange Tradition. So wird zum Beispiel in Düsseldorf seit zehn Jahren der Preis „BürgerInnenEngagement“ verliehen.“

 „Wir sind der Meinung, dass die Stadt Düsseldorf mehr für Ehrenamtler tun sollte, unabhängig von Preisen und Ehrungen. Eine Düsseldorfer Ehrenamtskarte wäre ein klares Zeichen der Anerkennung für vorhandenes Engagement. Zugleich könnte sie weitere Bürgerinnen und Bürger motivieren, ebenfalls ehrenamtlich tätig zu werden.“

Vorbild könnte die „Ehrenamtskarte NRW“ sein, die das nordrheinwestfälische Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration bereits seit 2008 herausgibt. Landesweit nutzen etwa 6.000 Inhaberinnen und Inhaber in 58 Städten diese Karte. Bürgerinnen und Bürger, die nachweislich mindestens fünf Stunden pro Woche bzw. 250 Stunden pro Jahr ehrenamtlich ohne Vergütung oder pauschale Aufwandsentschädigung tätig sind, können sie beantragen und erhalten damit Vergünstigungen in vielen öffentlichen und privaten Einrichtungen des Landes sowie der Städte, Gemeinden und Kreise, die das Projekt unterstützen. Karteninhaber erhalten zum Beispiel Gratis-Eintritt, zwei Karten für den Preis von einer oder eine andere Ermäßigung bei Museen, Bibliotheken, Theatern oder Schwimmbädern. Darüber hinaus beteiligen sich vereinzelt auch Einzelhändler, Apotheken, Kinos, Sportstätten oder Hotels als Partner an dem Projekt.

Mit einer Anfrage in der nächsten Ratssitzung bittet die SPD-Ratsfraktion die Verwaltung um eine Bewertung der „Ehrenamtskarte NRW“ aus Düsseldorfer Sicht. Darüber hinaus fragt die SPD nach, ob es mögliche Synergien mit bereits vorhandenen Vergünstigungskarten in Düsseldorf (Bsp. Familienkarte) geben könnte und mit welchen Kosten die Einführung einer Düsseldorfer Ehrenamtskarte verbunden wäre.

„Wir wollen mit dieser Anfrage den Anstoß zu einer Diskussion über eine attraktive Ehrenamtskarte für Düsseldorf geben. Wichtig ist uns dabei, das eine Düsseldorfer Ehrenamtskarte deutlich über die Angebote des Landes hinausgeht und mögliche Synergien zu bereits bestehenden Vergünstigungskarten genutzt werden“, so Klaudia Zepuntke abschließend.