Pressemitteilung:

  • Düsseldorf, 08. Februar 2010
Wahlen zum Integrationsausschuss:

SPD setzt auf die Stadt der Vielfalt

Bei den Wahlen zum Integrationsausschuss hat die Internationale Liste der SPD mit ihrem Konzept der „Stadt der Vielfalt“ klar überzeugt und den höchsten Stimmenanteil erhalten. Bekim Rukaj, Kyriakos Kiourtsidis und Eda Akcan wurden mit 27,4 Prozent der Stimmen in das neue Gremium gewählt. Die SPD-Fraktion im Ausschuss wird durch die bereits am letzten Donnerstag vom Rat gewählten Mitglieder Ioannis Vatalis und Angelika Wien-Mroß vervollständigt.

„Wir freuen uns darauf, die Arbeit im Integrationsausschuss aufzunehmen. Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen wollen wir den Ausschuss mit Leben füllen und uns für ein stärkeres Miteinander in Düsseldorf engagieren. Im Vordergrund stehen für uns dabei Bildungs- und Berufsberatung, Wirtschaftsförderung und Interkultur“, so Bekim Rukaj, bisher Sprecher der SPD-Fraktion im Ausländerbeirat und Mitbegründer des interkommunalen Netzwerks der Ausländer- und Integrationsbeiräte NRW (INI).

Bei aller Freude über den Wahlerfolg: „Die niedrige Wahlbeteiligung ist ein deutliches Zeichen dafür, dass sich Ausländerinnen und Ausländer in Düsseldorf von der Politik nicht einbezogen fühlen. Für viele wirkt schon der Begriff „Integration“ ausgrenzend, weil damit zunächst einmal eine Forderung oder Erwartungshaltung verbunden ist. Es ist höchste Zeit, dass Politik und Verwaltung in Düsseldorf einen neuen Ansatz verfolgen: weg von der Problematisierung, hin zur Einbeziehung und Förderung des kulturellen Reichtums und der Wirtschaftskraft der etwa 110.000 internationalen Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt“, so Rukaj.

„Der deutliche Stimmenzuwachs im Vergleich zur letzten Wahl des Ausländerbeirates bestätigt die politische Linie der SPD. Wir wollen Politik mit allen und für alle Düsseldorferinnen und Düsseldorfer machen - unabhängig von Herkunft und Nationalität. Wer in Düsseldorf seine Heimat gefunden hat, sollte auch mitentscheiden können, was hier passiert. Deshalb fordert die SPD bereits seit Jahren das kommunale Wahlrecht für alle Ausländerinnen und Ausländer“, erklärt Ioannis Vatalis, bisher Vorsitzender des Ausländerbeirates.

„Der neue Ausschuss muss sich nun in der Praxis beweisen. Die SPD wird sich dafür einsetzen, dass der Integrationsausschuss weitere Kompetenzen und Mittel erhält, mit denen nicht nur Integration gefördert wird. Wir wollen die kulturelle Vielfalt aller Bürgerinnen und Bürger zum Nutzen unserer Stadt stärker zur Geltung bringen“, so
Vatalis abschließend.