Pressemitteilung:

  • Düsseldorf, 14. Januar 2010
Düsseldorf braucht mehr bezahlbaren Wohnraum

Die Sozialdemokratisierung der Planungspolitik: Büros sollen zu Wohnraum werden


Markus Raub
Mit Interesse hat die SPD-Ratsfraktion das in der Presse dargestellte Vorhaben von Oberbürgermeister Elbers und Planungsdezernent Dr. Bonin zur Kenntnis genommen, Büroflächen zwischen Königsallee und Hauptbahnhof in Wohnraum umzuwandeln. Einen ähnlichen Vorschlag haben die Sozialdemokraten bereits zu den Haushaltsberatungen für das Jahr 2008 eingebracht. Die vollmundig angestrebte „Renaissance der Innenstadt“ wäre schon längst auf den Weg gebracht worden, wenn der SPD-Antrag damals nicht von CDU und FDP – inklusive der Stimme des damaligen CDU-Fraktionsvorsitzenden Dirk Elbers – abgelehnt worden wäre.

„Wir freuen uns jedes Mal darüber, wenn die Verwaltungsspitze oder die Mehrheitsfraktionen im Rat unsere Ideen aufgreifen – Gutes setzt sich eben durch. Schade ist, dass es häufig den Umweg über einen abgelehnten SPD-Antrag und die spätere Neueinbringung aus den Reihen der schwarz-gelben Koalition braucht. Somit dauert es einfach zu lange, bis sinnvolle Projekte angegangen werden“, erklärt Markus Raub, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion.

Der absehbare Bevölkerungszuwachs auf rund 600.000 Einwohner führt zu einem Mehrbedarf an bezahlbarem Wohnraum. In vielen Fällen ist es preisgünstiger, vormals gewerblich genutzte Büroflächen in Wohnraum umzuwandeln, als diese abzureißen und durch Neubauten zu ersetzen. Abrisse würden die Vernichtung großer Immobilienwerte bedeuten und damit am Ende höhere Mieten zur Folge haben.

„Mehr Wohnungen in der Innenstadt würden zu einer deutlichen Belebung über die Geschäftszeiten hinaus führen. So könnte die Innenstadt aufgewertet, das Gemeinschaftsgefühl gesteigert, mehr Sicherheit gewährleistet und der drohenden Verödung entgegengewirkt werden“, so Raub abschließend.