Pressemitteilung:

  • Düsseldorf, 25. November 2009

SPD fragt zum Umgang mit Kunst-Mäzenen nach und beantragt die Schaffung einer dauerhaften Präsenz der Universität im Stadtzentrum


Cornelia Mohrs

Philipp Tacer
In den vergangenen Monaten berichteten lokale Medien
vermehrt über Verstimmungen zwischen der Verwaltung
und Kunstsammlern, die ihre Sammlungen in Düsseldorf
öffentlich zugänglich machen oder diese sogar in Form einer Stiftung der Stadt übertragen wollten. Mehrfach kamen angekündigte Kooperationen nicht zu Stande, weil sich Sammler vom schwerfälligen Verhalten der Stadt enttäuscht zeigten und ihre Angebote zurückzogen. Die SPD-Ratsfraktion will mit ihrer Anfrage „Umgang der Stadt Düsseldorf mit Kunst- Mäzenen“ (Vorlagen-Nr. 41/133/2009) in der Sitzung des Kulturausschusses am 26.11.2009 in Erfahrung bringen, was die Stadt tut, um das Scheitern weiterer Gespräche mit potentiellen Mäzenen zu vermeiden.

„Es muss sichergestellt werden, dass interessierte Sammler bei der Stadt aufgeschlossene Fachleute vorfinden, die zielorientiert daran mitwirken, relevante Sammlungen langfristig an den Standort Düsseldorf zu binden“, so Cornelia Mohrs, kulturpolitische Sprecherin der SPDRatsfraktion.
„Es ist Aufgabe der Verwaltungsspitze, hier
gemeinsam mit Sammlern und Förderern realisierbare
Angebote zu erarbeiten. Eine verstärkte und aktivere
Ansiedlung von Sammlungen käme der gesamten Kunstund
Kulturszene Düsseldorfs zu Gute.“

Ebenfalls auf der Tagesordnung des Kulturausschusses steht der Antrag der SPD-Ratsfraktion „Präsenz der Universität in der Stadt“ (Vorlagen-Nr. 41/134/2009).

„Mit unserem Antrag wollen wir dafür sorgen, dass der
Standort Düsseldorf und die Hochschulen sich deutlich stärker vernetzen, um gemeinsame Potentiale besser zu nutzen“, erklärt Philipp Tacer, Bürgermitglied im Kulturausschuss und Senator der Heinrich-Heine-Universität. „Dafür müssen vor allem drei Voraussetzungen geschaffen werden: eine dauerhafte räumliche Präsenz der Heinrich-Heine-Universität
im Stadtzentrum, ein langfristiger Kooperationsvertrag
zwischen Stadt und Hochschulen sowie die Benennung einer
zentralen Anlaufstelle in Form einer/s Beauftragten bei der Verwaltung für die Zusammenarbeit mit den Hochschulen.“