Pressemitteilung:

  • Düsseldorf, 05. November 2009

SPD-Fraktion setzt sich für die Sicherheit von Kreditnehmern der Stadtsparkasse ein

Am 27. Oktober 2009 entschied der Bundesgerichtshof mit seinem Urteil XI ZR 225/08, dass es Sparkassen erlaubt ist, Darlehensforderungen an Dritte zu verkaufen.
Der Verkauf von Darlehensforderungen ist seit Jahren heftig umstritten. Neue Gläubiger gehen häufig äußerst ruppig mit den erkauften Schuldnern um, weil es ihnen nicht um eine langfristige Geschäftsbeziehung, sondern um ein schnelles Begleichen der Kreditschuld geht. Gerade bei
Immobilienkrediten führt dies in vielen Fällen zu schnellen Zwangsversteigerungen, die für die ehemaligen Kreditnehmer der Sparkassen mehr Probleme bringen als lösen.

Erklärte Geschäftspolitik der Stadtsparkasse Düsseldorf war es bislang, Darlehensforderungen gegenüber ihren Kunden nicht an Dritte zu verkaufen. Die SPD-Ratsfraktion will mit ihrem Ratsantrag !Kein Verkauf von Krediten durch die Stadtsparkasse Düsseldorf" (Vorlagen-Nr. 01/ 324/2009) sicherstellen, dass die Düsseldorfer Stadtsparkasse auch nach dem BGH-Urteil ihrer Geschäftspolitik treu bleibt. Eine entsprechende öffentliche Erklärung der Stadtsparkasse hätte deutliche Signalwirkung und würde einer Verunsicherung der Kunden als Folge des BGH-Urteils entgegen wirken.

Hierzu erklärt Bürgermeisterin Gudrun Hock: !Das gute Image unserer Stadtsparkasse liegt auch im Wesentlichen darin begründet, dass sie klare Prinzipien hat und das besondere Vertrauen, das die Kunden ihr entgegen bringen, nicht aufs Spiel setzt. Die Stadtsparkasse sollte die Chance nutzen, mit einer öffentlichen Erklärung deutlich zu machen, dass sie bei ihrer bewährten Geschäftspolitik bleibt."