Pressespiegel:

  • Düsseldorf/Brüssel, 09. Juli 2009
Die EU-Kommission gönnt Düsseldorf in Sachen dicke Luft eine Atempause

Brüssel ist weit weg

Hierzu in der NRZ ein Kommentar von Michael Mücke
Für eine solche Ausnahmegenehmigung hätte eigentlich der Nachweis erbracht werden müssen, "dass alle geeigneten Maßnahmen zur Senkung der Feinstaubbelastung bereits vor 2005 ergriffen worden sind." Dass dies in Düsseldorf geschah, ist zu bezweifeln.
Schon vergessen? Viel zu lange dauerte der Streit über den richtigen Weg. Das Fahrverbot für alte Stinker verzögerte sich von Jahr für Jahr. Noch heute ist der Verkehrsdezernent nicht davon überzeugt, dass mit einer Umweltzone die Luft deutlich besser wird. Die Stadt gibt nur nach, weil sie sich mit der Bezirksregierung irgendwann einigen musste.
Jetzt, da die EU-Kommission ein Auge zudrückt, kann man auf alte bewährte Strategien zurückgreifen: hier und da zaudern, stets betonen, dass die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nicht beeinträchtigt, die Autofahrer nicht zu arg gebeutelt werden dürfen - und darauf hoffen, dass sich das eine oder andere Problem von selbst löst. Vielleicht kommt es ja irgendwann: das Auto ohne Auspuff.
Wenn nicht, dann nicht, Brüssel ist ja weit weg.
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Quelle: NRZ Neue Rhein Zeitung Düsseldorf