Pressemitteilung:

  • Düsseldorf, 27. August 2008

OB-Kandidatin Karin Kortmann und Ratsfraktion gemeinsam für zukunftsfähige Seniorenpolitik in Düsseldorf


Ratsfrau Helga Leibauer
Die „zentren plus“ sind in ihrer Qualität zu sichern und wohnortnahe Angebotsstrukturen, beispielsweise durch Dependancen, weiterzuentwickeln.
Das vorliegende Handlungskonzept „Zukunftsaufgabe Wohnen im Alter“ muss zügig umgesetzt und weitere finanzielle Mittel, beispielsweise für Wohnanpassungen im Altbestand, bereitgestellt werden.
Es muss ein Konzept „Barrierefreies Düsseldorf“ entwickelt und entsprechende Handlungsempfehlungen für die Politik formuliert werden.
Es müssen vermehrt Tages- und Kurzzeitpflegeplätze, insbesondere für Demenzkranke, geschaffen werden.
Der Seniorenbeirat muss, beispielsweise durch eine personelle Verstärkung seiner Geschäftsstelle, weiter gestärkt werden.

Gemeinsam aktiv für das Alter
2005 fiel der Startschuss für den Umbau der offenen Seniorenhilfe in Düsseldorf. Die Grundlagen für eine Neuausrichtung der Seniorenpolitik in Düsseldorf, die von der SPD mitgetragen und kritisch begleitet wurden, sind mittlerweile erarbeitet.
Gemeinsam mit den Wohlfahrtsverbänden und dem Seniorenbeirat soll die Lebenssituation älterer Bürgerinnen und Bürger nachhaltig verbessert und die bestehende Angebotsstruktur in Düsseldorf, mit der die Eigeninitiative und die selbstbestimmte Lebensführung gestärkt werden soll, erhalten und ausgebaut werden.
So wurden bisher 19 „zentren plus“ eingerichtet, deren Entwicklung positiv verläuft. Sie beraten individuell und persönlich - zu allen Fragen rund um das Leben im Alter, vermitteln Dienstleistungen wie zum Beispiel Hol- und Bringdienste und zeigen Wege auf, wie trotz Hilfe- und Pflegebedürftigkeit so lange wie möglich in der eigenen Wohnung gelebt werden kann.
Nach Auffassung der Ratsfraktion muss es nun darum gehen, die Qualität dieser Angebote zu sichern und auszubauen. Schon nach gut einem Jahr Praxis der „zentren plus“ hat sich gezeigt, dass nicht alle Standorte gleich gut angenommen werden. Deswegen sind wohnortnahe Strukturen weiterzuentwickeln. Die Stadt sollte dort, wo es weiße Angebotsflecken im Stadtgebiet gibt durch die Einrichtung von sog. Dependancen nachsteuern. Dafür müssen im Haushalt 2009 zusätzliche Mittel bereitgestellt werden.

Wohnen im Alter

Der Bedarf an altengerechten Wohnung in Düsseldorf wird in den nächsten Jahren deutlich zunehmen. Düsseldorf wird im Jahre 2020 ca. 600.0000 Einwohner haben, davon mehr als ein Viertel Seniorinnen und Senioren.
Es bedarf deshalb großer Anstrengungen, um den Wohnungsbestand sowohl an den vorhandenen als auch den steigenden Bedarf anzupassen. Die bisherigen Mittel, die dafür zur Verfügung gestellt werden, reichen nicht aus.
Auch bei den Themen Wohnraumanpassungen im Altbestand, dem Bau neuer seniorengerechter, bezahlbarer Wohnungen sowie bei der Entwicklung neuer Wohn- und Betreuungsformen besteht dringender Handlungsbedarf. Das vom Rat hierzu beschlossene Handlungskonzept „Zukunftsaufgabe Wohnen im Alter“ muss deshalb zügig in konkrete Maßnahmen umgesetzt und auf die schon vorhandenen Beratungsangebote muss verstärkt öffentlich hingewiesen werden.
Des weiteren setzen wir uns dafür ein, den Bau barrierefreier Wohnungen in Düsseldorf durch eine gezielte Grundstückspolitik zu fördern, indem die Wohnbaugrundstücke mit entsprechender Auflage an private Dritte veräußert werden und hier durch eine entsprechende Preisgestaltung steuernd Einfluss genommen wird.

Alter verändert die Ansprüche an das Wohnumfeld
Immer mehr ältere Menschen sind auf den ÖPNV angewiesen. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln sollten Veranstaltungsorte, Stadtteilzentren, Friedhöfe, Parks, Naherholungsgebiete und Senioreneinrichtungen direkt angefahren werden können und die kultur- und Weiterbildungsangebote auch zu „seniorenfreundlichen“ Zeiten angeboten werden.
Für eine möglichst uneingeschränkte Teilhabe am öffentlichen Leben ist der barrierefreie ÖPNV notwendig sowie eine seniorenfreundliche Ausstattung der Haltestellen. Es müssen noch mehr Niederflurbusse und Niederflurbahnen eingesetzt und der Bau von noch mehr Hochbahnsteigen für den Einstieg in die Stadtbahnen (U-Bahnen) gefördert werden. Deshalb planen wir, bei den kommenden Haushaltsberatungen ein Handlungskonzept „barrierefreie Stadt“ auf den Weg zu bringen.


Betreuungsangebote für Demenzkranke erweitern

In Düsseldorf herrscht zweifelsfrei Mangel an Tages- und Kurzzeitpflege-Einrichtungen, insbesondere für Demenzkranke. Deshalb werden wir bei den anstehenden Haushaltsberatungen die Verwaltung bitten, auch im Lichte der Reform der Pflegeversicherung in Abstimmung mit den Trägern ein Konzept für einen Ausbau der Angebote zu erstellen.


Dialog der Generationen
Angesichts der permanent ansteigenden Zahl älterer Menschen ist ein gutes Miteinander der Generationen für die Entwicklung unserer Gesellschaft unabdingbar. Deshalb bedarf es gegenseitiger Wahrnehmung, des Respekts untereinander und des gemeinsamen Engagements für übergeordnete Ziele. In diesem Sinne geht es auch darum, die potentiale älterer Menschen für die Gesellschaft nutzbar zu machen.
Ratsfrau Helga Leibauer, stellvertretende Vorsitzende der Ratsfraktion: „Die SPD-Ratsfraktion und ihre OB Kandidatin Karin Kortmann haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Interessen und Anliegen älterer Menschen in unserer Stadt zu vertreten und Senioren zudem eine Möglichkeit zu bieten, ihre Vorstellungen und Meinungen aktiv einzubringen. In diesem Sinne wollen wir auch die Arbeit des Düsseldorfer Seniorenbeirates, beispielsweise durch eine personell besser ausgestattete Geschäftsstelle, weiter fördern“.