Pressemitteilung:

  • Düsseldorf, 13. August 2008

Rückfall in die architektonisch-städtebauliche Belanglosigkeit

Günter Wurm: "Ade, schönes neues Düsseldorf"
Die SPD-Ratsfraktion hatte in der Vergangenheit dafür plädiert, für den gesamten Bereich um den Jan-Wellem-Platz, den Schadow-Platz sowie dem Gustav-Gründgens-Platz einen internationalen städtebaulichen Ideenwettbewerb auszuloben, damit hier die beste aller architektonischen und städtebaulichen Ideen realisiert wird. „Stattdessen bekommen wir einen rückständigen Städtebau präsentiert, der diesem Standort unwürdig ist und allenfalls Einzelinteressen bedient. Und diese Entwicklung wird ein Oberbürgermeisterkandidat Dirk Elbers ohne eigene Kreativität fortführen. Ade, schönes neues Düsseldorf!“: so Günter Wurm weiter.

Für die SPD-Ratsfraktion ist heute absehbar, dass die Kommentare von Architekten und Stadtplanern in Zeitschriften wie z. B. der „Bauwelt“ verheerend ausfallen werden, weil mit den angestrebten Nutzungen und ohne attraktive Öffnung zum Hofgarten ein neuer unwirtlicher Ort ohne urbanes Flair entsteht. Das Sicherheitsbedürfnis einer Bank steht einem belebten Stadtraum entgegen und ohne direkten Bezug zu den Wasserflächen im Hofgarten werden die Menschen auch in Zukunft lieber zur Treppe am Burgplatz gehen.

Für die SPD-Ratsfraktion zeigen die studentischen Arbeiten, dass die Tunnelrampen zwischen dem Hotel Steigenberger und dem Kaufhof a. d. Kö zu einer Verschlechterung des Ist-Zustandes führt, die bei weiträumiger Planung und veränderter Verkehrsführung vermeidbar wäre. Die Art der Projektrealisierung macht eine europaweite Grundstücksausschreibung erforderlich und setzt CDU und FDP unter Druck. Aufgrund bestehender Restriktionen laufen Investoren Gefahr ihren guten Ruf selbst dann zu verlieren, wenn sie unter Beteiligung anerkannter Büros eine 08/15-Architektur ohne eigene Handschrift in Düsseldorf hinterlassen. Damit unterstützen sie gleichzeitig die Schaffung neuer Bausünden, die für die nächsten 50 bis 100 Jahre Bestand haben, während z. B. Hamburg mit zukunftsweisender Architektur von sich reden macht.