Pressemitteilung:

  • Düsseldorf, 01. April 2008

Mit Salamitaktik gegen Arbeitsplätze im Hafen

Günter Wurm: "Stattdessen verplant man diesen prosperierenden Standort zum Schicki-Micki-Wohnquartier zu Lasten der Arbeitsplätze im Hafen.“
Günter Wurm - Fraktionsvorsitzender

SPD-Fraktionsvorsitzender Günter Wurm
Nach sorgfältiger Prüfung wird die SPD–Ratsfraktion die Bebauungsplanentwürfe für den weiteren Wohnungsbau im Hafen ablehnen. Die SPD-Ratsfraktion hat schon im Jahre 2003 auf die Gefahr hingewiesen, dass durch eine Ausweitung des Wohnens in Richtung Hamburger Straße die aus Immissionsschutzgründen erforderliche Pufferzone weiter verringert wird. Mit den nun vorliegenden Plänen stehen damit in den innenstadtnahen Hafenbetrieben hunderte gewerblicher Arbeitsplätze auf der Kippe.

Die SPD-Ratsfraktion sieht in den Planungsentwürfen für neue Wohngebiete im Hafen zudem das große Risiko, dass diese Pläne aufgrund erfolgreicher Klagen von den Gerichten für unwirksam erklärt werden. Es ist nur zu hoffen, dass dann die be¬troffenen Betriebe im Hafen nicht schon ihre Angestellten entlassen und die Werkstore schließen mussten, weil die Widersprüche in den Plänen sie dazu gezwungen haben. Denn Düsseldorf übersteht in Zukunft auch nur dann wirtschaftliche Krisen, wenn der Branchenmix stimmt. Deshalb muss der Hafen in seiner Funktion gestärkt und ausgebaut werden anstatt ihn scheibchenweise zu demontieren.

Günter Wurm: „Die zunehmende Bedeutung der Binnenhäfen als Drehscheibe für den globalen und ökologisch wichtigen Gütertransport auf den Wasserstraßen wird von der Düsseldorfer Verwaltungsspitze völlig ignoriert, stattdessen verplant man diesen prosperierenden Standort zum Schicki-Micki-Wohnquartier zu Lasten der Arbeitsplätze im Hafen.“