Pressemitteilung:

  • Düsseldorf, 10. März 2008
Keine Erlaubnis für Tibet-Beflaggung am 10.3.

OB verhindert Tibet-Beflaggung

Tradition wurde 1998 von SPD-Oberbürgermeisterin Marlies Smeets begonnen



Die Tibet Initiative hatte zur Mahnwache am 10. März 2008, 12.00 Uhr vor dem Rathaus aufgerufen, an der auch Mitglieder der SPD-Ratsfraktion teilnahmen.

Am 10. März wird in zahlreichen Städten und Gemeinden die Tibet-Flagge gehisst, um an die Besetzung Tibets durch China zu erinnern und gegen die Zerstörung der tibetischen Kultur und Religion durch die chinesischen Besatzer zu protestieren. Auch in Düsseldorf hat es diese Tradition seit 1998 gegeben, begonnen von OB Smeets und dann fortgesetzt von OB Erwin, der auch immer – wenn er selbst verhindert war – für eine Vertretung gesorgt hat. Aber schon im vorigen Jahr fand die Zeremonie kurzerhand nicht statt, und in diesem Jahr gibt es seitens des OB eine Absage mit der lapidaren Begründung, es gebe eine generelle Regelung, „nur noch die Standardbeflaggung am Rathaus durchzuführen“.

Von dieser Regelung, die neu sein muss, da in der Vergangenheit die Beflaggung möglich war (und im Laufe des letzten Jahres ja auch munter die unterschiedlichsten National-Flaggen vor dem Rathaus wehten,) ist der Politik nichts bekannt.

Da hat im vergangenen Jahr die Parteifreundin des Oberbürgermeisters -Bundeskanzlerin Merkel- durch den Empfang des Dalai Lama im Bundeskanzleramt ganz bewusst "Flagge gezeigt" und sogar eine diplomatische Krise mit China in Kauf genommen.