Pressespiegel:

  • Düsseldorf, 15. Februar 2008
Streit um den Burgplatz

CDU und FDP entzweit

Die FDP-Fraktionsvorsitzende Marie-Agnes Strack-Zimmermann sagte gestern, sie halte das Verbot für sinnlos, weil untauglich.
Die FDP-Fraktionsvorsitzende Marie-Agnes Strack-Zimmermann sagte gestern, sie halte das Verbot für sinnlos, weil untauglich. Mit einem Verbot werde das Problem der alkoholisierten Jugendlichen am Burgplatz nicht gelöst, sondern nur in andere Bereiche der Rheinuferpromenade verdrängt. Natürlich sei es nicht hinnehmbar, dass eine Minderheit dort die Mehrheit terrorisiere, aber dem könne man nur mit mehr Polizei und OSD-Kräften (OSD: Ordnungs- und Service-Dienst des Ordnungsamtes) begegnen. Zeige man mehr Präsenz, vor allem von uniformierten Kräften, entstehe genug Druck auf die problematischen Gruppen. Das zeigten auch die positiven Entwicklungen durch die bloße Anwesenheit der mobilen Wache am Burgplatz. Notfalls müsse man zusätzliches Personal bereit stellen.

Grünen-Sprecher Günter Karen-Jungen sieht das ähnlich, auch er fordert mehr Polizeipräsenz, hält ein Verbot für ungeeignet. Er plädiert weiter für vorbeugende Aktionen, mit denen man die Jugendlichen vom Alkohol fern hält. Einig sind sich alle in einem Punkt: Der Streit wird weiter gehen.