Pressespiegel:

  • Düsseldorf, 07. Februar 2008
"Der Jan-Wellem-Platz gehört uns allen"

Kö-Bogen: Ein Bündnis der Gegner

Artikel RP vom 7.2.08 VON HANS ONKELBACH

Der Widerstand gegen die Planung Kö-Bogen formiert und stärkt sich: Gestern trat das Bürgerbegehren „Der Jan-Wellem-Platz gehört uns allen“ gemeinsam mit Manfred Droste (FDP) auf. Droste vertritt die Initiative „Lott stonn“, die für den Erhalt des Tausendfüßlers kämpft. Der hat zwar nicht direkt etwas mit der Planung Kö-Bogen zu tun, sondern soll in einem späteren Bauabschnitt fallen. Aber die Stoßrichtung der zwei Gruppen ist die selbe: Beide wollen die Planung in dieser Form nicht akzeptieren.

Das Bürgerbegehren wird versuchen, mit einem Bürgerentscheid den Verkauf des Jan-Wellem-Platzes zu verhindern. Jedenfalls würde der Verkauf für zwei Jahre gestoppt, wenn es genügend Stimmen im Sinne der Verkaufs-Gegner gäbe. Genau diese Zeitspanne will man haben, sagten gestern Jörg Forßmann, Brigitte Speth (SPD) und Adolf Nitsch - Zeit, um neu nachzudenken und, wenn möglich, eine Bürgerbeteiligung bei der Planung zu erreichen. Man sei gegen eine „monofunktionale Bebauung“ in diesem „Herzstück der Stadt“ und vertrete die feste Meinung: „So nicht!“

Die Freunde des Tausendfüßlers unterstützt man mit übereinstimmender Einschätzung dieser umstrittenen Hochstraße: Der Tausendfüßler sei ein Kunstwerk, sagte Nitsch.

Das sieht Manfred Droste ebenso. Die Hochstraße präge den freien Platz zwischen Johanneskirche und Schadowstraße entscheidend und sei die beste Lösung für den Verkehr. In dem Bündnis mit dem Bürgerbegehren sieht Droste einen Akt des Widerstands gegen eine „drohende Stadtverunstaltung durch eine siebenjährige Baustelle“. Droste ist außerdem der Meinung, dass die Verlegung des Verkehrs in eine lange Röhre bis zur Jägerhofstraße wegen der Tunnelöffnungen die Optik des Hofgartens stört.

Der Rat wird heute das Bürgerbegehren für zulässig erklären, in ca. drei Monaten müssen dann die Bürger abstimmen.

Info-Veranstaltung Bürgerbegehren Mittwoch, 13. Februar, 19.30 Uhr, Brauhaus am Dreieck, Blücherstr. 6