Pressespiegel:

  • 15. Januar 2008

Kortmann rechnet nicht mit Erwin

SPD-Chefin Karin Kortmann geht davon aus, dass die CDU zur Wahl 2009 einen anderen Kandidaten im Kampf ums Rathaus präsentiert.
SPD-Chefin Karin Kortmann geht davon aus, dass die CDU zur Wahl 2009 einen anderen Kandidaten im Kampf ums Rathaus präsentiert.

SPD-Chefin Karin Kortmann geht nicht davon aus, dass Oberbürgermeister Joachim Erwin 2009 zur Wiederwahl antritt. "Er ist nicht kalkulierbar. Er hat ja angekündigt, dass er antreten wird. Ich unterschätze ihn nicht, ich überschätze ihn aber auch nicht. Ich gehe davon aus, dass die CDU einen anderen Kandidaten vorschlagen wird", sagte Kortmann im -Interview. Da die CDU nicht wisse, wen sie als Nachfolger präsentieren könne, werde darüber nicht geredet. Kortmann: "Einige haben sich schon zu weit vorgewagt und sind jetzt nicht mehr im zweiten, sondern im dritten Glied gelandet."

Die SPD will ihren Vorschlag für den Kampf ums Rathaus beim Wahlparteitag im Oktober vorstellen. Es werde kein Hickhack wie beim letzten Mal geben, verspricht Kortmann. Damals hatte ihre Vorgängerin Brigitte Speth mit dem Begriff "das Kandidat" Heiterkeit ausgelöst, ehe Gudrun Hock in den Ring gegen Joachim Erwin ging.

Dass die SPD noch einmal einen Überraschungskandidaten von außen aufstellt, schließt Kortmann nach dem Experiment mit Hock aus. "Wir tun gut daran, mit jemand ins Rennen zu gehen, der oder die bekannt ist, ein Profil entwickelt hat und mit einem Programm verbunden wird."

Dass die Favoriten Regierungspräsident Jürgen Büssow und sie selbst sind, mag Karin Kortmann nicht bestätigen. "In der öffentlichen Debatte werden Gudrun Hock, Jürgen Büssow, Günter Wurm und ich genannt." Hock, die durch die Niederlage im Machtkampf um den Fraktionsvorsitz gegen Wurm ohnehin nicht durchsetzbar ist, hat bereits abgelehnt. Wurm hat zwar an Kraft in der Fraktion gewonnen, genießt dort allerdings deutlich mehr Rückhalt als Ansehen in der Partei, die über die Kandidatur entscheiden wird.

Kortmann lässt sich aber nicht locken: "Wir haben ungefähr acht Personen, mit denen wir im Gespräch sind."