Pressespiegel:

  • Düsseldorf, 11. Dezember 2007
Die SPD stellt in der Ratssitzung am Donnerstag unter anderem Anträge für kostenlose Kinderbetreuung und die Chancenerhöhung auf preiswerten Wohnraum

Die Kluft zwischen Arm und Reich ist gerade auch in Düsseldorf immer spürbarer

Günter Wurm: "Wir haben in der Sache manches erreicht, nach dem Motto: Steter Tropfen höhlt den Stein"
Die Stadt soll die Betreuung von Kleinkindern bis drei Jahre grundsätzlich kostenlos anzubieten, ebenso die Mittagsverpflegung in Ganztagsschulen und Kindertageseinrichtungen. Schulanfänger, deren Eltern Arbeitslosengeld II beziehen, sollen eine kostenlose Ausstattung mit Lernmaterialien bekommen. Auch ein Programm zum Ausbau der Schulmensen tue Not, da angesichts der Verkürzung auf 12 Schuljahre und damit verbunden längeren Unterrichtszeiten immer mehr Kinder bis in den Nachmittag hinein in den Schulen verbrächten. Über die Kinderbetreuung streiten SPD und CDU ewig, doch die Sozialdemokraten glauben in der Sache manches erreicht zu haben nach dem Motto „steter Tropfen höhlt den Stein”. Die Stadt soll die Chancen auf preiswerten Wohnraum erhöhen - ein Programm zur Umnutzung von Büros erarbeiten und einen Fonds auflegen, aus dem sie Grundstücke kauft, Planungsrecht herstellt und direkt an Endverbraucher verkauft. „So umgehen wir den Großhändler, den Investor, der den Planungsgewinn einstreicht”, erklärt Wurm. In weiteren Anträgen verlangt die SPD eine effizientere Stadtbeleuchung und einen Aktionsplan zum Klimaschutz. Wurm gab sich optimistisch, dass den Anträgen nicht sofort zugestimmt werde, sie aber leicht abgewandelt irgendwann wieder vom politischen Gegner vorgebracht würden.
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Quelle: Neue Rhein Zeitung Düsseldorf