Pressespiegel:

  • Düsseldorf, 25. Oktober 2007

Ein Preis für Lyrik

SPD fordert ebenso mehr Geld für die Spezialmuseen und das Junge Schauspielhaus

Walburga Benninghaus
Ein Garten für Rose Ausländer
Darüber hinaus beantragt die SPD, den Gartenanteil des Nordparks, der an das Nelly-Sachs-Haus angrenzt, in "Rose-Ausländer-Garten" umzubenennen. Schließlich habe die Lyrikerin ihre letzten Lebensjahre im Nelly-Sachs-Haus mit Blick auf den Garten verbracht und auch einige Gedichte über ihn geschrieben. "Man könnte dort zum Beispiel Stelen aufstellen, auf denen ihre Werke stehen", schlägt Spiedt vor.
Erhöhen möchten die Sozialdemokraten den Etat für Sonderausstellungen gleich für mehrere Museen: die Mahn- und Gedenkstätte, das Dumont-Lindemann-Archiv/Theatermuseum, das Heine-Institut, ebenso wie für Goethe-, Hetjens- und Filmmuseum um jeweils 20 Prozent. "Diese Spezialinstitute können ihr Profil nur durch spannende Sonderausstellungen stärken. Aber bei Etats, die in der Regel zwischen 16- und 20.000 Euro pro Jahr liegen, ist das kaum möglich", erklärt Spiedt.
Erhöht werden soll auch der Etat der Stadtbücherei zur Aktualisierung der Medien. Und zwar von einer Million Euro auf 1,2 Millionen. "Immer höhere Ausleihzahlen erfordern eine bessere Ausstattung."

Ebenfalls mehr Geld sollte laut SPD das junge Schauspielhaus bekommen. "Dort werden zeitgenössische und zielgerechte Stücke angeboten," sagt die kulturpolitische Sprecherin Walburga Benninghaus. Deshalb sei eine Erhöhung des Projektetats für das Kinder- und Jugendtheater von 116 000 Euro auf 166 000 Euro angemessen.

Um das Kulturinteresse von Kindern und Jugendlichen auszuzeichnen, beantragen die Sozialdemokraten zudem einen Kultur-Jugendförderpreis. Dieser sollte mit 5000 Euro dotiert und jährlich in unterschiedlichen Kategorien (Tanz, Musik, Theater...) vergeben werden.

Um das Kulturinteresse von Kindern und Jugendlichen bezahlbar zu machen, möchte die SPD erreichen, dass auch die nicht städtischen Museen freien Eintritt bis zum 18. Lebensjahr gewähren. "Die Stadt kann den jeweiligen Instituten und Einrichtungen die Einnahmeausfälle erstatten", erklärt Benninghaus. Darüber hinaus sollte die Art:card und die Art:card plus für Studenten zum halben Preis angeboten werden. Dies sei vor allem angesichts der Studiengebühren sinnvoll.
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Quelle: NRZ Neue Rhein Zeitung Düsseldorf