Pressemitteilung:

  • Düsseldorf, 06. September 2007

Der umstrittene Rapper Bushido tritt erneut in Düsseldorf auf

Das hätte verhindert werden können

Walburga Benninghaus
An der Haltung der SPD zu Bushido hat sich seit Anfang des Jahres nichts geändert. Schon damals hatten wir mit einer politischen Initiative versucht, den Auftritt im ISS-Dome zu verhindern. Leider vergebens, CDU und FDP stimmten gegen unseren Antrag.
Bushido macht nach wie vor durch gewaltverherrlichende und frauenfeindliche Texte von sich reden. Das Schwulenprojekt Maneo prüft derzeit rechtliche Schritte gegen den umstrittenen Rapper. Der Grund ist, dass sich Bushido bei seinem Auftritt Ende August vor dem Brandenburger Tor abfällig gegenüber protestierenden Schwulengruppen geäußert und sie mit ausgestrecktem Mittelfinger bedacht hatte. Bisher hat er sich dafür noch nicht entschuldigt.
Äußerst bedenklich an diesen Fakten ist, dass sich der Vorfall anlässlich eines Konzerts der Aktion „Schau nicht weg!“ Ende August in Berlin ereignet hat. Die Aktion „Schau nicht weg!“ richtet sich gegen Gewalt an Schulen. Die Vorbildfunktion von Bushido in diesem Zusammenhang ist sehr fragwürdig und riecht nach einem PR-Trick seines Managements.

Auch der Zentralrat der Juden hatte angekündigt, wegen antisemitischer Texte rechtliche Schritte zu prüfen. So hat sich Bushido jüngst in seinem Song „Taliban“ als Fan islamistischer Terrorgruppen geoutet.
Doch alle diese Fakten sind, anders als in den Städten Hamburg und Stuttgart, hier kein Grund um den Auftritt abzusagen. In Hamburg hat die dortige CDU-Mehrheit ein Konzert des Rappers verhindert.
Walburga Benninghaus, jugendpolitische Sprecherin: „Diese Haltung würden wir uns auch von den hiesigen Mehrheitsfraktionen wünschen. Im Kontext extrem steigender rechtsextremer Gewaltzahlen wäre es ein angebrachter Symbolakt, dieses Konzert in einer städtischen Halle zu untersagen.